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Abschied von Instagram Russische Influencerinnen sind verzweifelt

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Olga Buzova hat keinen Zugriff mehr auf ihren Instagram-Account.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Die Social-Media-Plattform Instagram ist in Russland nicht mehr ohne Weiteres erreichbar - sehr zum Ärger von russischen Influencerinnen wie Olga Buzova und Liza Lukasheva. In tränenreichen Videos verabschieden sie sich nun von ihren Followern.

Mit der Begründung, Meta sei eine "extremistische Organisation", hat die russische Regierung ein Strafverfahren gegen den US-amerikanischen Social-Media-Konzern eingeleitet. Seit dem heutigen Montag sind in Russland nun sämtliche Plattformen des Unternehmens gesperrt - sehr zum Leidwesen von russischen Influencern und Influencerinnen, denen nun ihre Haupteinnahmequelle wegfällt.

Bevor sie nicht mehr auf ihre Accounts zugreifen konnten, haben sich nun mehrere Instagram-Stars tränenreich von ihren Followern verabschiedet. Olga Buzova, der 23,3 Millionen Menschen folgten, postete ein rund siebenminütiges Video auf der Plattform, in dem sie sagte, sie habe "keine Angst, zuzugeben, dass ich euch nicht verlieren will", wie verschiedene Medien aus dem Russischen übersetzten. "Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Ich weiß es nicht", fuhr die 36-Jährige fort.

"Werde gehen und weiter weinen"

"Ich habe nur mein Leben, meine Arbeit und meine Seele geteilt. Ich habe das alles nicht als Job für mich gemacht, das ist ein Teil meiner Seele. Es fühlt sich an, als würden ein großer Teil meines Herzens und mein Leben mir weggenommen", fügte Buzova hinzu. Sie werde nun "gehen und weiter weinen", verabschiedete sie sich von ihren Followern.

Laut einem Tweet des oppositionellen Nachrichtensenders Nexta TV zeigte sich auch die Influencerin Liza Lukasheva in einem Telegram-Video aufgelöst darüber, dass man ihr ihre Lebensgrundlage genommen habe. Sie befinde sich in der "ersten Phase der Trauer" über das Verbot, übersetzte unter anderem die britische "Daily Mail". "Für mich ist Instagram einfach alles, es ist meine Seele. Es ist das, mit dem ich aufwache, einschlafe und verdammte fünf Jahre meines Lebens verbracht habe", hieß es weiter.

Über die Invasion Russlands in der Ukraine, die die Blockade der Social-Media-Plattform überhaupt erst ausgelöst hat, verloren die Influencerinnen dagegen kein Wort. Die russische Regierung reagierte damit auf eine Mitteilung von Meta, wonach Einträge in den Netzwerken gegen die russische Führung und Armee nicht mehr gelöscht würden. Aufrufe zur Gewalt gegen russische Zivilisten würden hingegen weiterhin nicht zugelassen. Die russischen Behörden werfen dem US-Mutterkonzern vor, Gewaltaufrufe gegen Russen zu tolerieren. Die Staatsanwaltschaft nahm unter dem Vorwurf des "Aufrufs zum Mord" Ermittlungen auf.

Quelle: ntv.de, lpe

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