Unterhaltung

"Wie lange noch???" Sarah Connor platzt der Corona-Kragen

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Verliert langsam die Geduld: Sarah Connor.

(Foto: imago images/Markus van Offern)

Die Nerven in der Kulturszene und Veranstaltungsbranche liegen blank. Einige, wie Nena, lassen ihrem Unmut über die Situation in der Corona-Krise mit fragwürdigen Parolen freien Lauf. Doch auch andere haben verständlicherweise Wut im Bauch. So wie Sarah Connor.

Kunst und Kultur gehören in der Corona-Krise noch immer zu den Hauptleidtragenden. Nach wie vor können zahlreiche Veranstaltungen nicht oder nur unter strengen Auflagen stattfinden. Die Planungssicherheit tendiert gegen Null. Für viele in dem Bereich geht es längst um die Existenz.

Der Unmut, der sich etwa bei Musikern und Musikerinnen deshalb breitmacht, ist nur allzu verständlich. Auch und gerade vor dem Hintergrund, dass angesichts niedriger Inzidenz-Zahlen an vielen anderen Stellen gelockert wurde. Doch man muss deshalb nicht gleich wie Nena zu einem fragwürdigen Rundumschlag in Querdenker-Manier gegen die Maßnahmen ausholen. Man kann sein berechtigtes Anliegen auch so auf den Punkt bringen, wie es nun Sarah Connor getan hat.

"Was ist mit uns?"

"Wann können wir wieder Konzerte spielen????", heißt es in breiten Lettern in einem Post auf der Instagram-Seite der Sängerin. Im zugehörigen Kommentar schildert die 41-Jährige ausführlich die bedrückende Situation in ihrer Branche und bringt ihr Unverständnis für den Umgang damit zum Ausdruck.

"Es ist schwer mit anzusehen, dass alle Welt in den Urlaub fährt, Restaurants wieder geöffnet sind, Fußballspiele mit Zehntausenden Zuschauern stattfinden und wir sind immer noch stillgelegt", schreibt sich Connor den Frust von der Seele. "Natürlich ist es toll, dass sich das Leben größtenteils wieder 'normal' anfühlt! Aber was ist mit uns? Hat man uns vergessen?", fügt sie hinzu.

Es mache den Eindruck, als würden "Musik, Konzerte und Kultur überhaupt keine Rolle spielen". Der Sängerin platzt der Kragen: "Wie lange soll das jetzt noch gehen? Und was sollen wir noch tun, um den Vorgaben zu genügen? Langsam verliere ich die Geduld. Das ist einfach nicht gerecht."

Und was ist im September?

Hintergrund ist die Unsicherheit, die Connor bei den Planungen für noch in diesem Jahr vorgesehene Konzerte erlebt. Sie und ihr Team hätten "umfassende Hygienekonzepte zur Genehmigung bei den zuständigen Behörden erarbeitet", macht sie deutlich. Doch noch immer sei unklar, ob die Shows im September stattfinden könnten. "Das Problem ist einfach, dass die aktuellen Corona-Bestimmungen immer nur für wenige Wochen gelten und zum Beispiel noch immer keine Verordnung für den September in den Bundesländern vorliegt", erläutert Connor das Dilemma.

Natürlich finden sich unter dem Post nun auch Kommentare von Nutzern und Nutzerinnen, die die Sängerin am liebsten als Querdenkerin vereinnahmen würden. Vor allem jedoch überwiegt eins: das Verständnis für die Verzweiflung, die sich in Connors Branche breitmacht.

Quelle: ntv.de, vpr

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