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"Spürbar negative Auswirkungen" Schauspieler bangen um Filmförderung

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Christoph Waltz ist mittlerweile weltweit ein gefragter deutscher Schauspieler und Oscar-Preisträger.

(Foto: imago stock&people)

Deutsche Schauspieler, Regisseure und Produzenten fürchten das Aus der nationalen Filmindustrie. Berben, Schweighöfer, Waltz und Co. hoffen nun auf die Unterstützung der Bundeskanzlerin.

In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel haben mehr als 60 namhafte Filmkünstler den Erhalt des Deutschen Filmförderfonds verlangt. Seit 2007 unterstützt der Filmförderfonds Kinoproduktionen in Deutschland. Viele Filme hätte es ohne Geld aus dem Topf gar nicht gegeben. Jetzt warnt die Branche vor einer Kürzung.

Das Förderprogramm habe Deutschland zu einem "handwerklich, technologisch und künstlerisch geachteten Player auf der Karte des Weltkinos" gemacht, heißt es in dem veröffentlichten Schreiben. Zu den Unterzeichnern gehören etwa Michael Haneke, Caroline Link, Christoph Waltz, Til Schweiger, Matthias Schweighöfer, Roland Emmerich, Wim Wenders, Tom Tykwer, Veronica Ferres und Iris Berben.

Über den Förderfonds wird bei den anstehenden Haushaltsberatungen für 2015 entschieden. Statt der bisher 60 Millionen Euro im Jahr war in der mittelfristigen Finanzplanung nur noch die Hälfte vorgesehen. Auf Drängen von Kulturstaatsministerin Monika Grütters sind im Etatentwurf jetzt jedoch immerhin 50 Millionen Euro eingestellt.

Schon eine geringfügige Absenkung des Fördervolumens hätte "spürbar negative Auswirkungen" auf Produktionsumsatz, Beschäftigung und Steuereinnahmen, heißt es in dem Schreiben, das auch an das Kabinett und die Abgeordneten des Bundestages adressiert ist. Für die Umsetzung der Initiative hat die von Iris Berben geleitete Deutsche Filmakademie die Verantwortung übernommen.

Quelle: n-tv.de, cka/dpa

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