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"Guardians of the Galaxy" Schauspieler fordern Regisseur zurück

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Wenn es nach ihnen geht, bleibt James Gunn ihr Regisseur: die "Guardians of the Galaxy".

(Foto: picture alliance / Marvel Studio)

Weil er einst geschmacklose Witze über Vergewaltigungen und Pädophile getwittert hat, feuert der Disney-Konzern "Guardians of the Galaxy"-Regisseur James Gunn. Doch die Darsteller der Filmreihe - von Chris Pratt bis Zoe Saldana - wollen das nicht hinnehmen.

Sie wollen ihren Regisseur zurück! Die Schauspieler Chris Pratt, Zoe Saldana, Bradley Cooper, Vin Diesel, Dave Bautista, Sean Gunn, Karen Gillan, Michael Rooker und Pom Klementieff haben einen offenen Brief verfasst und diesen auf ihren Social-Media-Kanälen geteilt. Darin fordern sie die Wiedereinstellung des "Guardians of the Galaxy"-Regisseurs James Gunn.

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Der 51-jährige Gunn war wegen Vergewaltigungs- und Pädophilen-Witzen, die er vor ein paar Jahren via Twitter gemacht hatte, von seiner Arbeit am dritten Film der Marvel-Reihe entbunden worden.

"Dumm und gefühllos"

Gunn entschuldigte sich für die Tweets aus den Jahren 2008 und 2009 und stellte klar, dass er sich von ihnen heute deutlich distanziere. "Meine Aussagen vor fast einem Jahrzehnt waren zu dieser Zeit völlig falsch und unglückliche Bemühungen, provokativ zu sein", erklärte er etwa. Und: "Ich bedauere sie seit vielen Jahren - nicht nur, weil sie dumm waren, überhaupt nicht lustig, gefühllos und sicherlich nicht provokativ, wie ich gehofft hatte, sondern auch, weil sie nicht die Person widerspiegeln, die ich heute bin." Vergebens - bislang halten die Disney-Bosse an ihrer Entscheidung fest, ihn nicht weiter zu beschäftigen.

"Wir unterstützen James Gunn voll und ganz", beginnt nun der Brief an "Fans und Freunde", der von den "Guardians of the Galaxy"-Darstellern verbreitet wird. "Wir waren alle schockiert von seiner plötzlichen Entlassung in der vergangenen Woche und haben absichtlich diese zehn Tage gewartet, um nachzudenken, zu beten, zuzuhören und zu diskutieren. In dieser Zeit wurden wir ermutigt durch die Unterstützung der Fans und Medienschaffenden, die James ebenfalls als Regisseur von Teil 3 zurückhaben wollen, aber auch entmutigt von denen, die die vielen befremdlichen Verschwörungstheorien zu seiner Person so leichtgläubig hinnahmen", schreiben die Schauspieler weiter.

Selma Blair startet Petition

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Hat sich für seine Tweets entschuldigt: James Gunn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es gehe nicht darum, Gunns Witze zu verteidigen, betonen die Stars, sondern darum, "unsere Erfahrung zu teilen, da wir viele Jahre zusammen am Set verbracht haben". Jeder von ihnen freue sich darauf, mit dem gemeinsamen "Freund James" in Zukunft wieder zusammenzuarbeiten. "Seine Geschichte ist nicht vorbei."

Es ist nicht die erste Aktion, mit der sich Gunns Kollegen für den Regisseur in die Bresche werfen. Schauspielerin Selma Blair startete auch eine Petition, die bisher mehr als 335.000 Mal unterzeichnet wurde. Doch auch dies hat die Disney-Verantwortlichen bislang nicht umgestimmt. Sie hatten nach Bekanntwerden von Gunns Tweets erklärt, diese "sind nicht vertretbar und stehen im Widerspruch zu den Werten unseres Studios".

Quelle: n-tv.de, vpr/spot