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"Manipulierbar und gewaltbereit" Schwesta Ewa untauglich für Mutter-Kind-Haft

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Die Verantwortlichen der Mutter-Kind-Einrichtung in NRW wollen Schwesta Ewa lieber nicht aufnehmen.

(Foto: imago/Gartner)

Schwesta Ewa muss bald ihre Haft antreten. Doch anstatt wie erwartet in eine Mutter-Kind-Einrichtung soll es für sie ohne ihre Tochter in eine normale Haftanstalt gehen. Die Behörden halten die Rapperin nicht geeignet für den offenen Vollzug.

Im Juni 2017 wurde Ewa Malanda alias Schwesta Ewa zu zweieinhalb Jahren Haft verureilt. Nach acht Monaten in Untersuchungshaft hat sie jetzt noch einige Zeit auf dem Zettel, die sie absitzen muss. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll es in wenigen Tagen so weit sein. Doch geht es dann für die 35-Jährige nicht wie erhofft samt Töchterchen Aaliyah Jeyla in eine Mutter-Kind-Einrichtung.

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Das einzige Gefängnis dieser Art in Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland, das für die Fröndenbergerin zuständig ist, soll laut "Bild"-Zeitung Malandas Antrag auf Unterbringung abgelehnt haben. In dem offenen Wohnhaus können 16 Mütter und bis zu 20 nicht schulpflichtige Kinder leben. Eine Unterbringung ist aber nur möglich, wenn die Mutter für den offenen Vollzug geeignet ist.

Vorerst Haftaufschub gewährt

Einen Sprecher der Vollzugsanstalt zitiert die "Bild"-Zeitung so: "Nach unserer Einschätzung ist Ewa Malanda von der Persönlichkeitsstruktur her höchst manipulierbar und gewaltbereit. Wir empfehlen, dass sie sich zunächst im geschlossenen Vollzug bewähren soll." Für die Skandal-Rapperin ein herber Rückschlag, denn nun soll das Jugendamt entscheiden, wo ihre neun Monate alte Tochter in dieser Zeit leben soll. Zur "Bild"-Zeitung sagte sie: "Ich kann es nicht glauben. Es wurde kein persönliches Gespräch mit mir vereinbart, um mich kennenzulernen. Ich weiß nicht, was ich machen soll."

Doch ihr wurde noch ein wenig Zeit zugestanden. Wie ebenfalls die "Bild"-Zeitung von Schwesta Ewa erfahren haben will, ist der Rapperin Haftaufschub gewährt worden. "Die Zusage für den Haftaufschub haben wir vom Staatsanwalt bekommen", wird sie zitiert. "Wir wissen nur nicht, wie lange dieser Aufschub gewährt wird."

In dem Prozess vor dem Frankfurter Landgericht ging es 2017 um den Verdacht des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, der Zuhälterei, der Körperverletzung sowie der Steuerhinterziehung. Die Musikerin wurde schlussendlich wegen Körperverletzung, Steuerhinterziehung und sexueller Verführung Minderjähriger verurteilt. Vom Vorwurf der Zuhälterei wurde Malanda aber freigesprochen. Acht Monate saß sie bereits in Untersuchungshaft, diese werden auf die Haftstrafe angerechnet. Abgesessen werden in der Regel auch nur zwei Drittel der Zeit.

Quelle: n-tv.de, nan