Unterhaltung

Paint it black So ehren die Rolling Stones Charlie Watts

stones.jpg

Das Zungen-Logo begleitet die Rolling Stones schon viele Jahre - nun wird es offenbar geändert.

(Foto: imago/MediaPunch)

Der Tod von Schlagzeuger Charlie Watts bedeutet einen tiefen Einschnitt in der Historie der Rolling Stones. Schließlich ist er weit über 50 Jahre lang unverzichtbares Mitglied der Gruppe. Nun gehen seine Ex-Kollegen ohne ihn auf Tour - und gedenken seiner auf besondere Weise.

Weit über 40 Jahre bilden sie eine Einheit: Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts. Doch mit dem Tod von Watts am 24. August ist diese Ära der Rolling Stones ein für alle Mal zu Ende. Dabei hat die Gruppe nicht nur ihren Schlagzeuger verloren, der bereits 1963 kurz nach ihrer Gründung zur Band gestoßen war. Die Stones müssen fortan auch auf eine zentrale Säule in ihrem zwischenmenschlichen Gefüge verzichten, die sie irgendwie immer ein Stück weit zusammengehalten hat.

Dennoch will das verbliebene Trio weitermachen. Und das schon bald. Die "No Filter"-Tour soll am 26. September in St. Louis im US-Staat Missouri fortgesetzt werden. Dass Jagger, Richards und Wood dabei ihrem Kollegen und Freund gedenken würden, ist schon lange klar. Nun wird eine konkrete Maßnahme, mit der Watts die letzte Ehre erwiesen werden soll, bekannt: Das weltberühmte Rolling-Stones-Logo wird nicht mehr aussehen wie zuvor.

Watts in Devon beigesetzt

Vielleicht kam die Gruppe durch einen ihrer größten Hits auf die Idee - "Paint it black" ("Mal es schwarz an"). Jedenfalls wird die Band nach Informationen der britischen Zeitung "The Sun" ihr ikonisches Zungen-Logo nicht mehr rot, sondern schwarz zeigen. Das neue Design soll demnach nicht nur auf Großleinwände projiziert werden, sondern auch auf Merchandise-Produkten zu sehen sein. Zudem will die Band bei den Shows Archivmaterial mit Watts einspielen.

Mehr zum Thema

Ein namentlich nicht genannter Informant sagte "The Sun", Jagger, Richards und Wood wollten nicht, dass das Konzert die Leute runterziehe. "Weil sie wissen, dass die Fans viel Geld bezahlt haben, um sie zu sehen." Es fühle sich für die Musiker aber "einfach richtig an, auf Charlies Tod einzugehen, weil er ein so wichtiger Teil der Band war und es für sie alle seltsam sein wird, ihn nicht dabei zu haben".

Der im Alter von 80 Jahren gestorbene Watts wurde Medienberichten zufolge vergangene Woche in einer strikt privat gehaltenen Zeremonie in Devon im Südwesten Englands beigesetzt. Selbst seine ehemaligen Band-Kollegen sollen nicht daran teilgenommen haben - vor dem Hintergrund aktuell geltender Corona-Beschränkungen.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.