Crash-Fahrt hat FolgenStrafbefehl gegen Nino de Angelo

Im vergangenen Juli soll Sänger Nino de Angelo zunächst erheblichen Sachschaden in einem Parkhaus verursacht haben, um sich dann eine Verfolgungsjagd mit der Polizei zu liefern. Nun soll ihm ein Strafbefehl zugestellt worden sein.
Er ist bekannt für Schmusesongs wie "Jenseits von Eden", aber am 9. Juli des vergangenen Jahres soll Nino de Angelo in einem Parkhaus in Kempten eine Spur der Verwüstung hinterlassen haben. Zunächst soll der Sänger mit seinem Sportwagen ein fremdes Auto touchiert und beschädigt haben. Beim unerlaubten Entfernen vom Unfallort soll er dann auch noch die Sicherheitsschranke des Parkhauses demoliert haben. Der geschätzte Sachschaden belief sich damals auf 3500 Euro.
Weil sich der Musiker im Anschluss zudem noch eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert haben soll - offensichtlich auch noch ohne Führerschein -, beschäftigte sich die Staatsanwaltschaft Kempten im Allgäu mit dem Fall. Diese beantragte dann laut RTL-Informationen beim zuständigen Amtsgericht den Erlass eines Strafbefehls gegen de Angelo.
Laut RTL-Recherche soll das Gericht diesem Antrag nun gefolgt sein. "Der Strafbefehl wurde antragsgemäß erlassen und zugestellt", bestätigte Richterin Katrin Eger auf Anfrage des Kölner Senders. Dem Sänger wird vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Sachbeschädigung und ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen vorgeworfen, zitiert RTL Oberstaatsanwalt Thomas Hörmann.
Noch nicht rechtskräftig
Die Staatsanwaltschaft Kempten soll bei Gericht die Festsetzung einer Freiheitsstrafe zur Bewährung beantragt haben. Zudem habe sie eine Sperre für die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis gefordert. Nino de Angelo hat jetzt zwei Wochen Zeit, Einspruch einzulegen. Noch ist der Strafbefehl nicht rechtskräftig. Bis dahin gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Eine RTL-Anfrage ließ der 62-jährige Sänger unbeantwortet.
Im vergangenen Juli hatte sich de Angelo zu seiner mutmaßlichen Crash-Fahrt ebenfalls nicht äußern wollen, ließ aber Bilder für sich sprechen. Auf Instagram teilte er ein Video von einem Porsche, der aus einer Parkhaus-Ausfahrt driftet. Dazu schrieb er: "Angeblich soll ein 61-jähriger Star aus der Musikbranche am Steuer sitzen." Dazu postete er das Emoji eines Smileys, der sich kichernd die Hand vor den Mund hält. Unterlegt war der Clip mit seinem Song "Leben ist Kollision".