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Bud Spencer forever Terence Hills bewegter Abschied

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Ergriff bei der Trauerfeier für Bud Spencer selbst das Wort: Terence Hill.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Vier Tage sind vergangen, seit Bud Spencer für immer die Augen geschlossen hat. Doch sein Tod beschäftigt die Menschen auch weiterhin, allen voran seinen Ex-Filmpartner Terence Hill. Andere indes versuchen, aus der Trauer skrupellos Kapital zu schlagen.

Viel wurde bereits über das Schicksalsjahr 2016 geschrieben, in dem wir uns schon von so vielen Schwergewichten aus der Showbranche verabschieden mussten. Am Sonntag schockte die Meldung vom Tod Götz Georges nicht nur alle "Schimmi"-Fans. Doch die nur einen Tag darauf bekannt gewordene Nachricht, dass auch Bud Spencer nicht länger unter uns weilt, löste auch international starke Emotionen aus.

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Ja, sie waren auch hinter der Kamera dicke Freunde.

(Foto: imago stock&people)

Das große Echo auf Spencers Tod mit gesegneten 86 Jahren liegt sicher in den Kindheitserinnerungen vieler Menschen begründet. Kaum jemand, der zwischen den 60er und 80er Jahren aufgewachsen ist, der sich nicht als Kind über das prügelnde Chaoten-Duo Bud Spencer und Terence Hill in wenigstens einem seiner 18 gemeinsamen Filme vor Lachen beömmelt hätte. Und das eben nicht nur in Italien, woher die als Carlo Pedersoli (Spencer) und Mario Girotti (Hill) geborenen Schauspieler stammen, sondern nicht zuletzt auch in Deutschland. Hier, in Lommatzsch bei Dresden, verbrachte Hill übrigens noch während der NS-Zeit und in den ersten Nachkriegsjahren auch Teile seiner Kindheit.

Mit dem Sattel auf der Schulter

In Rom wurde seit Montag umfänglich des verstorbenen Spencers gedacht. Sein Sarg wurde am Kapitolshügel aufgebahrt, sodass zahlreiche Menschen ihm die letzte Ehre erweisen konnten. Am Donnerstag schließlich fand - abermals in Anwesenheit Hunderter Fans - die Trauerfeier für den Schauspieler statt. Hill gliederte sich dabei selbstverständlich nicht nur in die Reihe der Trauergäste ein. Der 77-Jährige erinnerte auch in einer bewegenden und bewegten Rede an seinen "besten Freund", wie er Spencer nannte.

In seinem Vortrag packte Hill so einige Anekdoten aus. Zum Beispiel die, dass er häufiger heimlich beim Pasta-Essen bei Bud Spencer und dessen Frau Maria war - weil seine eigene Frau ihm aus Diät-Gründen das Nudel-Mahl verweigert hat. Oder die, wie er Spencer bei einem Dreh im spanischen Almería kennenlernte. Genau dort, in Almería, sei er auch gewesen, als er vom Tod seines Freundes erfahren habe. Nach anfänglicher Verwirrung und Trauer habe er auf einmal eine unerklärliche Ruhe verspürt. Denn, so Hill: "Ich bin mir sicher, wenn ich ihn wieder treffen werde, kommt er zu mir mit seinem Sattel auf der Schulter und wird mir sagen: 'Aber wir haben uns niemals gestritten.'"

Während Hill und alle Fans in nostalgischen Erinnerungen schwelgen, nutzen gewissenlose Geschäftemacher die Emotionen im Internet skrupellos aus. So kursieren in den sozialen Netzwerken Meldungen, dass auch Hill verstorben sei. Wer auf sie klickt, wird zumeist zu dubiosen Gewinnspielen umgeleitet, bei denen die Daten der Nutzer abgegriffen werden. Ähnlich gefälschte Todesmeldungen gab es in der Vergangenheit schon von zahlreichen Stars wie etwa Leonardo DiCaprio, Michael Schumacher oder Arnold Schwarzenegger. Im Falle von Hill ist die Masche in diesen Tagen jedoch zweifellos besonders perfide.

Quelle: n-tv.de, vpr

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