Unterhaltung

"Verstehen die Hintergründe" The BossHoss äußern sich zu Konzertabsage

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The BossHoss vermissten das Live-Spielen.

Kürzlich noch verteidigen The BossHoss ihre Teilnahme an dem geplanten Großevent "Give Live a Chance" in Düsseldorf. Nun wurde das Konzert mit ihnen, Bryan Adams und Sarah Connor aber doch erst mal auf den Spätherbst verschoben. Das Duo ist darüber nicht glücklich, zeigt aber Verständnis.

Eigentlich sollte am 4. September zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wieder ein großes Konzert stattfinden. Über die Pläne von Veranstalter Livenation, 13.000 Zuschauer unter strengen Hygienebedingungen ins Düsseldorfer Fußballstadion "Merkur-Spiel-Arena" zu lassen, um Auftritte von Bryan Adams, Rea Garvey, The BossHoss, Joris, Michael Mittermeier und Sarah Connor zu erleben, wurde viel diskutiert. Seit gestern steht fest: Die Veranstaltung wird zu diesem Termin nicht stattfinden.

Sarah Connor und The BossHoss hatten ihre Teilnahme an dem Event zuvor noch verteidigt. So schrieb Connor bei Instagram unter anderem, sie wisse, dass die Existenzen vieler Kollegen bedroht seien, weil ihnen seit März sämtliche Einnahmen fehlten. "Wir reden über insgesamt 150.000 Arbeitsplätze alleine in Deutschland!" Man dürfe diese Menschen nicht vergessen, nur weil deren Berufe nicht als "systemrelevant" eingestuft werden, gab sie zu bedenken.

"Konnten es kaum erwarten"

Alec Völkel von The BossHoss äußerte sich im Gespräch mit RTL wie folgt: "Großartig finden wir die Idee. Es wird Zeit, dass Kultur wieder eine Bühne findet. (...) Es ist seit Monaten nicht viel los in diesem Land und es geht ja nicht nur um uns, um Musiker, sondern auch um das gesamte Gewerk hinter uns." Bandkollege Sascha Vollmer ergänzte: "Super mutig auch, muss man sagen. Sicherheitsvorkehrungen, Hygienemaßnahmen und Abstand halten ist natürlich wichtig. Aber wir sind sicher, (...) wenn man sich daran hält, dann wird das ein erfolgreiches Event und gibt uns die Bühne zurück."

Nun die Enttäuschung - nicht nur für die 7000 Fans, die bereits ein Ticket gekauft hatten, sondern eben auch für die Musiker. Auf ihrem Instagram-Account schreiben The BossHoss jetzt an ihre Fans: "Wir glauben, dass auch größere Konzerte oder Events im Einklang mit Schutzmaßnahmen und Hygienekonzept umsetzbar sind. Deshalb hätten wir mit Freude und unter Verzicht einer Gage an dem Konzert teilgenommen und konnten es kaum erwarten, wieder vor und für euch zu spielen, denn genau aus diesem Grund sind wir Musiker geworden!" Aber sie betonen ebenfalls, auch die Hintergründe der Absage verstehen zu können und hoffen, dass sich die Lage bald entspanne, "sodass man mit einem neuen Termin einen weiteren Anlauf starten kann, den Livekonzerten eine Chance zu geben."

Noch gibt es keinen konkreten Nachholtermin für das Konzert. Wie Livenation-Chef Marek Lieberberg mitteilte, will man das Ganze vom Infektionsgeschehen abhängig mache und spätestens am 31. August entscheiden, ob das Konzert überhaupt stattfindet. "Ein Abrücken hiervon war durch Bedenken der Landesregierung deutlich geworden", hieß es in der Erklärung weiter.

Quelle: ntv.de, nan

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