Unterhaltung

"Super mutig auch" The BossHoss loben Konzert-Idee

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Alec Völkel (l.) und Sascha Vollmer alias The BossHoss geben sich kämpferisch.

(Foto: imago images/POP-EYE)

Das für Anfang September in Düsseldorf geplante Großevent "Give Live A Chance" steht weiter in der Kritik. Ist es ein falsches Signal in Zeiten von Corona? Nachdem Sarah Connor und Ray Garvey ihre Teilnahme bereits verteidigten, legen The BossHoss nun nach.

Das für den 4. September in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena geplante Großkonzert "Give Live A Chance" stößt weiter auf Kritik. Auch Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, äußert nun seine Bedenken. Er halte das Konzert mit bis zu 13.000 Zuschauern in Zeiten der Corona-Krise für "kein gutes Signal", wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Zudem kritisierte er Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel und die Ankündigung des Events, "ohne jede Rücksprache mit den auch zuständigen Landesbehörden".

Für das Konzert sind Auftritte von Sarah Connor, Bryan Adams, Rea Garvey, Joris, Michael Mittermeier und The BossHoss geplant. Garvey hatte das Event kürzlich als "kleinen Lichtblick für uns alle" bezeichnet.

"Es geht um das gesamte Gewerk"

Im Gespräch mit RTL erklärte Alec Völkel von The BossHoss über das Konzert: "Großartig finden wir die Idee. Es wird Zeit, dass Kultur wieder eine Bühne findet. (...) Es ist seit Monaten nicht viel los in diesem Land und es geht ja nicht nur um uns, um Musiker, sondern auch um das gesamte Gewerk hinter uns." Bandkollege Sascha Vollmer ergänzte: "Super mutig auch, muss man sagen. Sicherheitsvorkehrungen, Hygienemaßnahmen und Abstand halten ist natürlich wichtig. Aber wir sind sicher, (...) wenn man sich daran hält, dann wird das ein erfolgreiches Event und gibt uns die Bühne zurück."

Am Wochenende hatte auch Sarah Connor das Event verteidigt. Bei Instagram erklärte sie unter anderem in einem langen Beitrag, dass sie "Bedenken und Einwände" zwar verstehen könne, dass es aber um Arbeitsplätze gehe. Sie habe "viele Freunde und Kollegen deren Existenzen mittlerweile bedroht" seien.

Unterdessen ist am Dienstagvormittag der Vorverkauf für das Konzert gestartet. "Give Live A Chance" soll laut der Homepage des Events "demonstrieren, dass eine Großveranstaltung in dieser Zeit möglich ist" - unter Einhaltung entsprechender Schutzverordnungen. Zu den Maßnahmen gehören demnach Alkoholverbot, Maskenzwang und ein Verbleib am zugeordneten Sitzplatz. Verkauft werden nur personalisierte Tickets, beim Einlass muss der Ausweis vorgelegt werden.

Quelle: ntv.de, nan/spot

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