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"Ich sehe alles""The Boys"-Macher reagiert auf Kritik am Serienfinale

08.06.2026, 11:15 Uhr
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"Jeder hat das Recht auf seine Meinung", sagt Serienschöpfer Eric Kripke. (Foto: IMAGO/ZUMA Wire)

Bereits vor zwei Wochen endet die Hitserie "The Boys" nach fünf Staffeln. Doch das Ende von Billy Butcher, Homelander und Co. spaltet die Fangemeinde noch immer. Serienmacher Eric Kripke verfolgt die Diskussionen aufmerksam - und bezieht nun Stellung.

Mit dem Ende von "The Boys" hat Amazon Prime Video eines der erfolgreichsten Serienkapitel der vergangenen Jahre abgeschlossen. Doch auch mehr als zwei Wochen nach der letzten Episode wird über das Finale noch heftig diskutiert. Während einige Fans das Ende rund um Billy Butcher und Homelander feiern, zeigen sich andere von den Entscheidungen der Autoren enttäuscht. Serienmacher Eric Kripke verfolgt die Reaktionen aufmerksam - misst dem Lärm in den sozialen Netzwerken aber nur begrenzte Bedeutung bei.

Im Gespräch mit dem US-Portal "TVLine" räumte Kripke ein, dass er die Diskussionen im Internet durchaus verfolgt. "Ich bin nicht gesund genug, um zu sagen: 'Oh, ich schaue da nie rein.' Ich sehe alles", erklärte er. Gleichzeitig ordnet er die Kritik ein. Angesichts von mehr als 60 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern weltweit seien die besonders lauten Stimmen im Netz nur ein kleiner Teil des Publikums. "Jeder hat natürlich das Recht auf seine Meinung, und es tut mir leid, wenn ich euch enttäuscht habe - aber es war die Geschichte, die ich erzählen wollte", so Kripke.

Achtung, Spoiler!

Im großen Finale verliert Homelander im Weißen Haus seine Superkräfte durch Kimiko und muss sich ausgerechnet als gewöhnlicher Mensch seinem Erzfeind Butcher stellen. Der lang erwartete Showdown endet tödlich: Homelander stirbt, doch kurz darauf wird auch Butcher von Hughie getötet, nachdem er bis zuletzt bereit war, seinen radikalen Plan zur Auslöschung aller Supes durchzusetzen. Gleichzeitig schlägt die Serie für andere Figuren überraschend versöhnliche Töne an. Ryan wendet sich von den Ideologien seiner beiden Vaterfiguren ab und entscheidet sich für einen eigenen Weg. Hughie und Starlight bekommen die Chance auf eine gemeinsame Zukunft, Mother's Milk findet zurück zu seiner Familie und auch Kimiko erhält nach Frenchies Tod einen Neuanfang in Frankreich.

Die wichtigsten Entscheidungen standen früh fest

Nach Jahren voller Gewalt, Verrat und Zynismus endet "The Boys" damit deutlich hoffnungsvoller, als viele Zuschauer erwartet hatten. Für Kripke ist genau das jedoch kein Problem. Im Gegenteil: Er wertet die emotionalen Reaktionen als Zeichen dafür, dass die Serie ihr Publikum erreicht hat. "Mein Job ist es, die Leute für meine Arbeit zu begeistern. Wenn sie darüber streiten, dann ist das alles Leidenschaft. Man schaut zu - und das ist gut so. Mein Job ist es, eine emotionale Reaktion auszulösen, nicht unbedingt zu diktieren, wie genau diese ausfällt."

Wie Kripke außerdem verriet, waren die zentralen Schicksale der Figuren erstaunlich früh festgelegt. Bereits in den ersten sechs Wochen der Arbeit an der finalen Staffel habe das Autorenteam entschieden, wer am Ende überlebt, wer stirbt und welche Figuren als Sieger aus der Geschichte hervorgehen würden.

Danach sei die Arbeit an den Drehbüchern vergleichsweise unkompliziert verlaufen. Die größere Herausforderung habe darin bestanden, allen Figuren im großen Finale noch einmal einen besonderen Auftritt zu verschaffen. "Sie alle haben doch einen Moment verdient, in dem sie cool sein können, oder?", erklärte Kripke. "Wir haben dafür gesorgt, dass jeder Held seinen großen Moment hatte." Ob das Ergebnis gelungen ist, darüber wird im Internet wohl noch eine ganze Weile gestritten werden.

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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