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Modedesigner feiert 70. Tommy Hilfiger lebt den "American Dream"

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Wuchs in einfachen Verhältnissen auf: Tommy Hilfiger

(Foto: picture alliance / abaca)

Mit seinem ersten eigenen Laden scheitert Tommy Hilfiger. Doch kurz darauf arbeitet er sich aus einem "Kaff mitten in den USA" zu einem der bekanntesten Designer weltweit hoch und beweist, dass der amerikanische Traum wahr werden kann. Nun feiert der Multimillionär seinen 70. Geburtstag.

Es gibt wenige Menschen, die die Vorstellung des amerikanischen Traums so sehr erfüllen wie Designer Tommy Hilfiger. Der US-Amerikaner, der am heutigen Mittwoch seinen 70. Geburtstag feiert, schaffte es, sich aus armen Verhältnissen zum Multimillionär hochzuarbeiten. Zeitgleich meistert er es seit weit über 30 Jahren, mit seiner Modemarke relevant und am Zahn der Zeit zu bleiben und beweist so immer wieder seinen außerordentlichen Geschäftssinn.

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Seit 2008 verheiratet: Tommy und Dee Hilfiger

(Foto: imago images / Pacific Press Agency)

Thomas Jacob Hilfiger kam 1951 in Elmira im Bundesstaat New York zur Welt. Später bezeichnete er seinen Geburtsort als "ein Kaff mitten in den USA". Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf, als das zweitälteste von insgesamt neun Kindern eines Uhrmachers und einer Krankenschwester. Der größte Wunsch seiner Eltern war es, dass er nach der Highschool Ingenieur werde. Seinen Vater beschrieb der Designer in seiner Biografie später als sehr streng. Einmal wöchentlich habe er ihn mit einem Gürtel geschlagen.

Erster Laden mit 150 Dollar in der Tasche

Als er 18 Jahre alt war, entschied sich Hilfiger gegen eine weitere Schullaufbahn und wandte sich stattdessen der Mode zu. Dass er ein Händchen für Design hatte, zeigte sich schnell: Mehrfach reiste er nach New York City, kaufte dort Jeans- und Schlaghosen, um sie später umzugestalten und in seiner Heimatstadt Elmira weiterzuverkaufen. 1971 eröffnete er mit gerade einmal 150 Dollar Startkapital und zusammen mit zwei Freunden seinen ersten Laden. Zwar entwickelte sich "People's Place" schnell zum Hotspot für junge, modebewusste Menschen, allerdings folgte nach sieben Jahren bereits die Enttäuschung: Der Laden ging bankrott. Zu diesem Zeitpunkt war Tommy Hilfiger 25.

Aber der Amerikaner war nicht bereit aufzugeben. Er zog nach New York mit dem Ziel, Designer zu werden. Trotz Insolvenz schlug er lukrative Angebote als Designassistent von Calvin Klein oder Perry Ellis aus. Denn er war fest davon überzeugt, eine eigene Marke mit seinem Namen zu schaffen. Was ihm 1985 letztlich auch mithilfe seines guten Freundes, Modedesigner Mohan Murjani, gelingen sollte. Hilfiger gründete die "Tommy Hilfiger Corporation" und verkaufte von nun an Kleidung unter seinem Namen.

Verständnis für Mode und Popkultur

Nachdem der New Yorker sein Designtalent und Durchhaltevermögen unter Beweis gestellt hatte, zeigte er auch sein Händchen für Marketing. Seine klassische, ordentliche und schnörkellose Mode war für jeden zugänglich, weshalb sie schnell sowohl unter schicken Jugendlichen als auch Hiphop-Künstlern Anklang fand. Spätestens als Rapper Snoop Dogg 1994 in der US-Show "Saturday Night Live" ein Shirt mit dem Aufdruck "Tommy" trug, wurde die Marke mit dem Stehkragen zum Must-have der damaligen Jugend. Außerdem sponserte Tommy Hilfiger Musiker wie Britney Spears oder Lenny Kravitz auf ihren Tourneen in den 90er-Jahren, was die Bekanntheit der Marke weiter nach oben katapultierte. Schnell verstand der Designer: Mode und Popkultur gehen Hand in Hand.

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Mit Gigi Hadid traf Tommy Hilfiger wieder einmal den Puls der Zeit.

(Foto: imago/UPI Photo)

Das beweist auch das Aufleben von Tommy Hilfigers Marke in den vergangenen Jahren. Nachdem sie um die Jahrtausendwende an Relevanz verloren hatte, ist sie seit geraumer Zeit wieder ein echter Kassenschlager. Hilfiger scheint ein Revival zu erleben. Der Grund dafür heißt unter anderem Gigi Hadid.

Jackpot mit Gigi

Wieder einmal traf der Fünffachvater, der in zweiter Ehe mit dem Ex-Model Dee Ocleppo verheiratet ist, mit Gigi Hadid den Puls der Zeit. 2016 holte er die Schönheit an Bord und kreierte mit ihr zusammen die Kollektion "TommyXGigi". Eine solche Kollaboration mit einem Model hatte es zuvor noch nie gegeben. Mit Gigi Hadid sicherte er sich zudem eine Plattform mit rund 25 Millionen Instagram-Followern, die das Model zu diesem Zeitpunkt hatte. Später folgten Zusammenarbeiten mit It-Girl Hailey Bieber, Topmodel Winnie Harlow, Rennfahrer Lewis Hamilton und Schauspielerin Zendaya.

Junge Menschen wollen wieder Tommy Hilfiger tragen - so wie ihre Vorbilder auch. Somit ist die Marke des Designers auch an seinem 70. Geburtstag kein bisschen mit ihm gealtert. Den US-College-Look wieder weltweit populär gemacht zu haben, sieht Hilfiger als sein Lebenswerk an. Ein Ende scheint noch lange nicht in Sicht.

Quelle: ntv.de, lri/spot

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