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Golden Globes 2022 nicht im TV US-Stars begrüßen NBC-Entscheidung

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Auch Marc Ruffalo ist mit der HFPA unzufrieden.

(Foto: dpa)

Der Verband, der jährlich die Golden Globe Awards verleiht, steht unter anderem wegen fehlender Diversität in der Kritik. Tom Cruise hat deswegen sogar seine Preise zurückgegeben. Weitere Hollywood-Schauspieler freuen sich nun über die Absage des Senders NBC.

Der US-Sender NBC hat gerade angekündigt, die Verleihung der Golden Globes im kommenden Jahr nicht ausstrahlen zu wollen. Grund dafür ist die massive Kritik an der veranstaltenden Hollywood Foreign Press Association (HFPA) wegen mangelnder Diversität. Man glaube, dass die HFPA eine "bedeutsame Reform" anstrebe, dass diese jedoch "Zeit und Arbeit" benötige, hieß es hinsichtlich der Entscheidung. Sollte diese Reform gelingen, wolle man 2023 die Arbeit mit der Organisation gerne wieder aufnehmen. Viele Stars begrüßen das.

Mark Ruffalo bedankte sich in einem Tweet bei dem Sender, dass man sich die Zeit nehmen wolle, um diese Veränderung zu ermöglichen. "Jeder Schritt vorwärts zählt", erklärte Autorin und Produzentin Shonda Rhimes. Und weiter: "So viele Leute vor und hinter der Kamera, bei Studios, Streamern und PR-Firmen haben Stellung bezogen, um ein Stück des Geschäftsmodells zu verändern, das die ökonomische Zukunft von Künstlern beeinflusst, die so häufig nicht eingeschlossen sind." Sie ist sich sicher, dass derartige Schritte in jeder Industrie funktionieren können.

"Alles zählt"

"Alles zählt, sogar dies", meinte Regisseurin Ava DuVernay ebenfalls bei Twitter. Sie lobte die Anstrengungen aller "Aktivisten, Künstler, Publizisten und Führungskräfte", die Stellung beziehen. Zahlreiche weitere Persönlichkeiten und Firmen aus der Filmindustrie hatten zuvor bereits ihren Missmut ausgedrückt.

US-Star Tom Cruise hat bereits seine drei Golden Globes zurückgegeben und sich damit dem Protest gegen die HFPA angeschlossen. Auch Kollegin Scarlett Johansson hatte sich öffentlich gegen die Association ausgesprochen und die Branche aufgefordert, sich von der Organisation zurückzuziehen, bis diese substanziellere Reformen durchführt, wie "Variety" berichtete.

Streamingdienste wie Netflix und Amazon positionieren sich ebenfalls. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos schrieb in einem Brief ans Führungsgremium: "Wir glauben nicht, dass diese vorgeschlagenen neuen Richtlinien - insbesondere in Bezug auf die Größe und Geschwindigkeit des Mitgliederwachstums - die grundlegenden Herausforderungen der HFPA in Bezug auf Diversität und Inklusion oder das Fehlen klarer Standards dafür, wie Ihre Mitglieder arbeiten sollten, angehen werden. Daher stoppen wir jegliche Aktivitäten mit Ihrer Organisation, bis sinnvollere Änderungen vorgenommen werden." Einen entsprechenden Schritt gehen auch die Amazon Studios. Chefin Jennifer Salke erklärte, dass man auf eine "aufrichtige und maßgebliche Resolution" warten wolle.

Quelle: ntv.de, nan/spot

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