Seine wichtigste Stütze Uwe Seeler-Witwe Ilka ist tot

Uwe Seeler war einer der ganz Großen des deutschen Fußballs. Der Hamburger Mittelstürmer und Nationalspieler hob trotzdem nicht ab und blieb bodenständig. Treu an seiner Seite bis zu seinem Tod war seine Ehefrau Ilka Seeler. Nun ist sie im Alter von 89 Jahren in Hamburg gestorben.
Ilka Seeler ist tot. Die Witwe des HSV-Idols Uwe Seeler starb im Alter von 89 Jahren. Sie sei in der Nacht auf Freitag friedlich eingeschlafen, teilte der Hamburger SV mit. Uwe und Ilka Seeler waren seit 1959 verheiratet. Sie war für den am 21. Juli 2022 im Alter von 85 Jahren gestorbenen einstigen Fußball-Nationalspieler und HSV-Torjäger über Jahrzehnte die wichtigste Stütze. Sie lebten mehrere Jahrzehnte in Norderstedt bei Hamburg.
In seiner Mitteilung schrieb der Bundesligist, Ilka Seeler sei nie ein "Anhängsel" gewesen, "sondern eine eigenständige, starke Frau, die auch nach Uwes Tod im Jahr 2022 Freundschaften pflegte und das Wohl der Familie über alles stellte". Sie hinterlässt drei Töchter, mehrere Enkelkinder und war auch schon Ur-Oma. "Ilkas verschmitztes Lächeln, ihre sportliche Begeisterung und ihre klare, direkte Art bleiben uns stets in Erinnerung und machen sie unvergessen", hieß es vom HSV.
Uwe Seeler war einer der ganz Großen des deutschen Fußballs, trotzdem blieb er stets auf dem Boden. Wie geerdet Seeler während seiner großen Karriere stets blieb, zeigte schon sein Spitzname "Uns Uwe". Der Hamburger SV, dem er stets die Treue gehalten hatte, erklärte nach dem Tode Seelers in einer Mitteilung, dass der Klub "den größten Sportler seiner Vereinsgeschichte" verloren habe. Seeler habe "aufgrund seines sehr bodenständigen, fairen und loyalen Auftretens eine Reputation als absoluter Ehrenmann" erworben.
Seeler war am 21. Juli 2022 im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Mittelstürmer gewann mit dem HSV 1960 die deutsche Meisterschaft und 1963 den DFB-Pokal. Mit der Nationalmannschaft wurde der DFB-Ehrenspielführer und Mittelstürmer WM-Zweiter 1966 und -Dritter 1970.
In der Spielzeit 1963/1964 hatte Uwe Seeler 30 Treffer erzielt. Dieser Rekord hielt über 60 Jahre. Erst Harry Kane knackte ihn im Spiel von Bayern München gegen SV Darmstadt 98 im März 2024 mit seinem 31. Saisontor. Mehr Tore sind einem Spieler in seiner Premierensaison bis dahin noch nie gelungen.
Zwei Jahre nach dem Tod des größten Hamburger Fußball-Idols wurde die bisherige Sylvesterallee am Volksparkstadion in die Uwe-Seeler-Allee umbenannt. Bei der Enthüllung des Schildes im August 2024 bedankte sich Ilka Seeler bei der Stadt: "Wir als Familie freuen uns sehr über die Wertschätzung, die Uwe durch diese Straßenumbenennung erfährt."