Immer noch im KomaWeiter Sorge um Ralph Siegel

Ursprünglich sollte Musikproduzent Ralph Siegel am vergangenen Freitag aus dem künstlichen Koma geholt werden. Doch seine Ärzte haben sich dagegen entschieden. Siegels Frau gibt sich dennoch hoffnungsvoll.
Mit einer schweren Lungenentzündung wird Ralph Siegel vor einigen Tagen in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte entscheiden sich dazu, den 80-Jährigen ins künstliche Koma zu versetzen. Am vergangenen Freitag hätte Siegel, der als Musikproduzent unter anderem für Hits wie "Ein bisschen Frieden" oder "Dschinghis Khan" verantwortlich zeichnet, eigentlich aus dem Koma geholt werden sollen. Doch sein Herz soll noch nicht wieder stark genug gewesen sein, wie seine Frau Laura Siegel der Münchner "Abendzeitung" (AZ) nun erklärt. Zwar habe es "jeden Tag" den Plan gegeben, ihren Mann zurückzuholen, doch bislang sei die Situation leider unverändert. "Es tut mir so weh", sagte die 43-Jährige der AZ.
Seine Familie sei an Siegels Seite und versuche, zu ihm durchzudringen. Am Samstag habe sie im Krankenzimmer das WM-Spiel Norwegen gegen England laufen lassen, um bei ihrem Mann eine Reaktion auszulösen, so Laura Siegel im Gespräch mit der AZ. Wenige Tage zuvor hatte sie auf Anfrage der "Bild"-Zeitung erklärt, dass Ralph Siegel im Koma zumindest auf seine eigene Musik oder Küsse von ihr reagiere: "Wir hoffen alle wirklich sehr, dass Ralph es auch dieses Mal wieder schafft."
In der Vergangenheit war bei Siegel Prostatakrebs diagnostiziert worden. Vier Mal schaffte er es, den Krebs zu besiegen. Zudem leidet der Schlagerkomponist an Polyneuropathie, einer Erkrankung des peripheren Nervensystems.
"Kenne niemanden, der so stark ist"
"Ich weiß, dass er das schafft, denn ich kenne niemanden, der so stark ist wie er", gab sich Siegels Tochter Alana, die aus seiner zweiten Ehe mit Ex-Frau Dagmar Siegel stammt, bereits zuvor im Gespräch mit der AZ kämpferisch. "Wir bleiben positiv, zuversichtlich und beten", erklärte sie.
Die aktuelle Lungenentzündung erlitt Siegel während eines Aufenthalts in seinem Haus in Spanien. Dort betreibt er mit seiner 37 Jahre jüngeren vierten Frau in der Provinz Tarragona ein Restaurant. Als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, brach das Paar den Aufenthalt ab. Siegel wurde ins Harlachinger Krankenhaus in München eingeliefert, wo er seitdem auf der Intensivstation behandelt wird.