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"Ich habe keinen Computer"Wie Lukas Podolski seine Geschäfte regelt

03.06.2026, 15:20 Uhr
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Vom Fußballplatz ins Business: Lukas Podolski. (Foto: picture alliance/dpa)

Als Fußballer reichten Lukas Podolski die Beine, die Füße und der Kopf, um auf Torejagd zu gehen. In seiner heutigen Beschäftigung als Geschäftsmann sind dagegen auch häufiger mal seine Hände und Finger gefragt. Aber nicht, um einen Computer zu bedienen.

Für viele Geschäftsleute ist es normal, morgens den Laptop aufzuklappen. Nicht so für Lukas Podolski. Dem 40-jährigen Ex-Fußballer reicht nach eigener Aussage sein Smartphone, um sich und seine Vorhaben zu organisieren. "Bei mir gibt es keinen Laptop, ich habe keinen Computer. Ich mache alles vom Telefon aus", verrät der Weltmeister von 2014 in einem Interview mit der deutschen Ausgabe des "Playboy".

"Poldi" führt unter anderem eine Döner-Imbisskette. Feste Bürozeiten kenne er dabei nicht, erklärt er. "Ich habe keinen festen Ablauf, dass ich sage: Von 7 bis 14 Uhr bin ich im Training und nicht erreichbar", so Podolski. Was zu erledigen sei, erledige er - notfalls in den frühen Morgenstunden oder spätabends. Sein Credo: "Wenn du was erreichen willst, musst du arbeiten. Da gibt es für mich keine freien Tage oder feste Zeitslots."

Dass er heute zwischen Sponsoren, Filialen und Vereinsbüro jongliert, führt Podolski direkt auf seine Zeit als Profi zurück. "Als Profi-Fußballer musst du dich mit Themen wie Marketing, Management und Finanzen beschäftigen", erklärt er. Vieles davon nutze ihm auch heute und könne er weitergeben: "Ich bin stolz darauf, dass ich mir neben dem Fußball diese weiteren Standbeine aufgebaut habe."

"Fan" von Górnik Zabrze

Eine besondere Rolle spielt dabei sein Herzensverein Górnik Zabrze. Bei dem polnischen Erstligisten ließ Podolski jüngst seine aktive Laufbahn ausklingen, inzwischen hat er den Klub als Haupteigner übernommen. Über die Business-Seite des Fußballs lerne er gerade völlig neue Bereiche kennen. Ihm gehe es darum, dass der Verein anständig geführt werde und seine Tradition weiterlebe: "Ich sehe mich als Teil der Fans hier."

Ganz ohne Computer ist Lukas Podolski in seinem Leben übrigens nicht immer gewesen. Wie er dem Podcaster Tommi Schmitt in dessen Format "Copa TS" erzählte, saß er als Jugendlicher regelmäßig zum Zocken am Rechner - und hatte damals womöglich schon eine Vorahnung, was ihn später mal umtreiben würde. "Früher gab es ja immer diese Managerspiele", erinnerte sich Podolski. "Da hat man ja auch immer gespielt, nach der Schule oder vor der Schule sogar den Computer angeschmissen. Das macht einfach Spaß."

Stadion ausbauen, Mannschaft zusammenstellen und Kabinen herrichten - all das habe ihn "damals schon fasziniert", so der Ex-Nationalspieler. Er sei eben nie einer gewesen, der nur auf den Platz geschaut habe.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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