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Skandalfilm "Touch Me Not" Wie viel Sex verträgt die Berlinale?

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Adina Pintilies Film "Touch Me Not" spaltet die Geister.

(Foto: picture alliance / Maurizio Gamb)

"Wilde und sperrige Filme" vermisst Tom Tykwer noch im Vorfeld der Berlinale. "Touch Me Not" dürfte diese Anforderung ohne Frage erfüllen. Für viele Zuschauer überschreitet er jedoch Schamgrenzen. Sie verlassen vorzeitig den Kinosaal – der Rest applaudiert am Ende.

Mit Nacktheit und Sex hat der Experimentalfilm "Touch Me Not" bei der Berlinale viele Medienvertreter verschreckt. Die rumänische Künstlerin und Regisseurin Adina Pintilie beobachtet in dem Wettbewerbsbeitrag verschiedene Menschen bei deren sexuellen Praktiken unterschiedlichster Art. Viele Zuschauer verließen die erste, ausschließlich der Presse vorbehaltene Aufführung vorzeitig. Diejenigen, die blieben, würdigten den Film aber mit starkem Beifall.

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Die Mischung aus Spiel- und Dokumentarszenen mutet wie eine psychotherapeutische Laboranordnung an. Da werden Schamgrenzen nicht behutsam abgebaut, sondern regelrecht niedergerissen. Pintilies Debüt-Film ist eine Koproduktion von Rumänien, Deutschland, Tschechien, Bulgarien und Frankreich.

Die Regisseurin, die in ihrer Heimat auch als Kuratorin des Bukarester Festivals für Experimentalfilme bekannt ist, sagte: "Ich wollte herausfinden, was Intimität ist. Es ist eine Forschungsarbeit. Es war insgesamt ein langer Prozess. Letztlich war es eine siebenjährige Liebesgeschichte für uns alle." Die Rumänin ergänzte: "Bei Fiktion hat man ein Sicherheitsnetz. Das hatten wir nicht. Wir haben authentisch gearbeitet, haben zwischenmenschliche Beziehungen aufgebaut. Alle Mitwirkenden haben wirklich ihre Seelen geöffnet." Hauptdarstellerin Laura Benson sagte: "Üblicherweise arbeite ich für die Regie. Hier habe ich zum ersten Mal mit einer Regisseurin gearbeitet. Eine wunderbare Erfahrung." Jury-Präsident Tom Tykwer hatte kurz vor Beginn der 68. Berlinale in einem Interview erklärt, er vermisse "wilde und sperrige Filme".

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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