Unterhaltung
Fred Astaire und Ginger Rogers lassen grüßen.
Fred Astaire und Ginger Rogers lassen grüßen.(Foto: AP)
Donnerstag, 12. Januar 2017

Altmodisch at its best : "La La Land" verzaubert jeden

Von Sabine Oelmann

Okay, wenn Sie absoluter Musical-Hasser und gar nicht empfänglich für Romantik sind, dann ist "La La Land" nichts für Sie. Wenn das allerdings nicht so ist, dann ist der Film ein Muss. Er wird Sie für zwei Stunden in eine andere Welt katapultieren.

Schade, dass Sie, wenn Sie jetzt aus dem Kino in der Fußgängerzone Ihrer Wahl oder wo auch immer kommen, in keine weihnachtlich beleuchtete Umgebung mehr eintauchen werden. Die Zeit, in der die kahlen Bäume mit Glühlampen zugetackert sind, ist ja nun einmal vorbei.

Video

"Zum Glück", werden die Weihnachtshasser und Realisten sagen. "Wie schade", werden die Romantiker seufzen - und die Kinogänger, die gerade aus "La La Land" stolpern, denn sie sind noch so verzückt, dass sie im kalten Januar wirklich gut etwas mehr Licht und Bling-Bling gebrauchen könnten. Denn wenn Ryan Gosling und Emma Stone zusammen auf der Leinwand zu sehen sind, dann sprühen die Funken. Die besondere Chemie zwischen den beiden hat ihnen bereits nach den letzten gemeinsamen Filmprojekten den Ruf eines Hollywood-Dreamteams eingebracht. Im Oscar-Anwärter "La La Land" zeigt sich, dass die beiden auch gesanglich ein absolutes Traumpaar abgeben. Ihr Song ""City of Stars" kann eigentlich niemanden unberührt lassen. 

Singen unter der Dusche

Die 28-jährige Emma Stone würde sich nicht trauen, wie ihre Figur im Filmmusical auf offener Straße oder an öffentlichen Orten zu singen. Schade eigentlich, denn sie macht das echt gut! "Aber ich singe recht viel unter der Dusche", sagte sie in einem Interview des französischen Magazins "Version Femina". "Als Jugendliche bewegte sich mein Repertoire um die Spice Girls, deren Fan ich war, aber jetzt nicht mehr" so Stone. "Heute singe ich einfach das, was ich im Kopf habe, in Abhängigkeit von meiner Laune oder davon, was ich am Morgen beim Aufwachen gehört habe."

Datenschutz

Auch Ryan Gosling gibt sich bescheiden: Er ist als einsamer und wortkarger Einzelgänger ("Drive", "Blue Valentine") berühmt geworden. Dass der Hollywood-Star auch ein großartiger Sänger ist, zeigt er nun in seinem neuen Film von "Whiplash"-Regisseur Damien Chazelle. "City of Stars" ist eine melancholische Piano-Ballade (Gosling sitzt an selbigem) und macht zu Musik, wovon der Film handelt: Die leidenschaftliche Schauspielerin Mia und der charismatische Jazzmusiker Sebastian suchen das große Glück in Los Angeles.

Sie halten sich mit Nebenjobs über Wasser und nachdem sich ihre Wege zufällig kreuzen, verlieben sie sich ineinander. Gemeinsam schmieden sie Pläne für ihre Zukunft auf der Bühne und genießen den Zauber der jungen Liebe in eben jenem "La La Land" - der Stadt der Träume. Doch schon bald müssen Mia und Sebastian einsehen, dass sie Opfer bringen müssen, um ihren Träumen näher zu kommen. Die große Frage ist: Kann ihre Beziehung diesem Druck standhalten?

Ryan Gosling und Emma Stone bei der Verleihung der Golden Globe Awards am Sonntag.
Ryan Gosling und Emma Stone bei der Verleihung der Golden Globe Awards am Sonntag.(Foto: imago/ZUMA Press)

Als Sänger betritt der 36-jährige Ryan Gosling allerdings keineswegs Neuland: Zusammen mit Zach Shields hat der Schauspieler und Regisseur unter dem Namen Dad Man's Bones bereits 2009 ein viel beachtetes Indie-Rock-Album veröffentlicht. Und als Teenager stand er in der legendären TV-Show "Mickey Mouse Club" auch schon mit Justin Timberlake singend auf der Bühne.

Bei den Preisverleihungen in den vergangenen Wochen hat "La La Land" bereits kräftig abgeräumt. Erst gab es bei den Critics' Choice Awards ganze acht Preise, darunter die Auszeichnung als bester Film. Dann folgte am Wochenende der grandiose Durchmarsch bei den Golden Globe Awards - sieben mal war die Musical-Romanze nominiert, sämtliche sieben Auszeichnungen sackte sie ein. Das war nicht nur ein neuer Rekord bei den Golden Globes, sondern dürfte auch schon mal das allerbeste Omen für die bevorstehende Oscar-Verleihung sein.

Da kommt was auf Ryan Gosling zu

Völlig schwerelos also tanzt Ryan Gosling da nun ab Mitte Januar durch "La La Land". Und dann geht seine Reise weiter: Er wird auf den Mond geschossen: Der US-Schauspieler schlüpft nach Angaben des "Hollywood Reporter" in die Rolle des Astronauten Neil Armstrong. Nach der guten Zusammenarbeit des "La La Land"-Regisseurs und seines Hauptdarsteller sieht es nun ganz so aus, als würde Regisseur Damien Chazelle wieder mit Gosling zusammenarbeiten. Außerdem ist Gosling im Herbst 2017 in der Science-Fiction-Fortsetzung "Blade Runner 2049" an der Seite von Urgestein Harrison Ford zu sehen.

"La La Land" kommt in Deutschland am 12. Januar ins Kino.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de