Kino

Endlich wieder in Griechenland "Mamma Mia" schaut in die Vergangenheit

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Die Freundinnen in ihren jungen Jahren, gespielt von Jessica Keenan Wynn (Tanya), Lily James (Donna) und Alexa Davies (Rosie).

(Foto: imago/ZUMA Press)

Abba-, Streep-, Brosnan- und Seyfried-Fans können aufatmen: Anders als Abba selbst haben die Macher des Kinoerfolgs "Mamma Mia" Erbarmen und das fortgesetzt, was viele sich gewünscht haben: eine Wiedervereinigung dieser Top-Künstler. Endlich kommt Teil 2 ins Kino!

Die Sonne geht auf über Kalokairi, dieser zauberhaften griechischen Insel, an der alle europäischen Probleme der letzten Jahre spurlos vorüber gegangen zu sein scheinen; seit den Ereignissen von "Mamma Mia!" ist viel Zeit vergangen, als Sophie (Amanda Seyfried) feststellt, dass sie ein Baby erwartet.

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"Mamma mia! Here we go again" läuft ab 19. Juli 2018 in den deutschen Kinos.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Sie vertraut sich den besten Freundinnen ihrer Mutter, Rosie und Tanya, an und gibt zu, dass sie sich der Verantwortung vielleicht nicht gewachsen fühlt. Die beiden erzählen Sophie daraufhin, wie ihre Mutter Donna damals Sam, Harry und Bill unter der Sonne Griechenlands kennen und lieben lernte - und wie sie, schwanger und auf sich allein gestellt, ihr Leben selbst in die Hand nahm und zu der Frau wurde, die sie heute ist. In Rückblenden lernen wir sie und ihre drei Männer in jungen Jahren nun besser kennen.

Ein Film, der gute Laune versprüht

"Mamma Mia: Here we go again" ist in erster Linie ein Film, der gute Laune versprüht. Das kann man in Zeiten von verlorenen Weltmeisterschaften und unerfreulichen innerdeutschen politischen Diskussionen aber auch wirklich gebrauchen. Man merkt den erstklassigen Schauspielern an, dass sie beim Dreh wieder eine Menge Spaß gehabt haben müssen.

Nachdem in Teil eins bereits die meisten der bekannten Stars über ihre Grenzen gegangen sind - Pierce Brosnan hatte große Angst vor seinen Gesangseinlagen, genauso wie Meryl Streep - konnten sie es dieses Mal wohl kaum abwarten, endlich wieder zum Mikrofon zu greifen. Die teilweise neu interpretierten Welthits von Abba gehen direkt ins Ohr und regen zum Mitsingen und Tanzen an. Deutlich ist die Handschrift von Benny Andersson und Björn Ulvaeus zu spüren: die Abba-Urgesteine bringen sich nicht nur als Produzenten, sondern auch mit neuer Musik ein.

"Das war ein einziger, riesiger Spaß"

Auch Colin Firth und Stellan Skarsgard in der Rolle der Ex-Freunde geben wieder alles, genauso wie die besten Freundinnen von Mutter Donna: Christine Baranski und Julie Walters sind einfach nur grandios. Stellan Skarsgard sagte damals im Interview mit n-tv.de, dass er wohl die beste Zeit seines Lebens bei diesem Dreh gehabt hat: "Das war ein einziger, riesiger Spaß."

Zehn Jahre nach dem großen Erfolg von "Mamma Mia!", der weltweit über 600 Millionen US-Dollar einspielte, lädt dieses Musical nun also ein, zurück nach Kalokairi zu kehren. "Mamma Mia: Here We Go Again" bringt neben der Originalbesetzung auch viele neue Gesichter. Vor allem Lily James in der Rolle der jungen Donna dürfte die Kinobesucher begeistern.

Ebenfalls neu in der Besetzung findet sich ein musikalischer Hochkaräter, der den Abba-Song "Fernando" in ein völlig anderes Licht rückt: Niemand Geringeres als Sanges-Ikone Cher gibt sich die Ehre. Ob es gut ist, dass die meisten Songs sehr stark an die Originalversionen erinnern, ist sicher Geschmackssache. "Mamma Mia: Here we go again!" setzt den Fokus stark auf die musikalischen Einlagen, die, wie bereits im ersten Teil perfekt mit dem Inhalt verknüpft, tatsächlich Sinn ergeben. Natürlich ist der Film sehr leichte Kost und hat eher wenige griffige Dialoge oder unvorhersehbare Wendungen. Aber was will man mehr in den Sommerferien? Wer einen richtigen "Gute-Laune-Film" mit Ohrwurmgefahr sucht, findet ihn in "Mamma Mia: Here we go again!"

Die Sommerparty des Jahres startet am 19. Juli im Kino.

Quelle: ntv.de