Kino

Jump 'n' Run mit Tom Cruise "Mission: Impossible 6" - nix ist unmöglich

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Sein Name ist Hunt, Ethan Hunt (Tom Cruise).

(Foto: Paramount Pictures)

Wenn Ethan Hunt so weitermacht, läuft er James Bond wirklich noch den Rang ab. Und das, obwohl sein Darsteller auf die 60 zugeht. Tom Cruise brilliert mal wieder in seiner Paraderolle in "Mission: Impossible - Fallout" - zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

"Tom Cruise ist umgezogen - in die unmittelbare Nachbarschaft des Scientology-Hauptsitzes in Florida." Diese Meldung waberte gerade durch die internationale Presse. Um der Sekte, deren wahrscheinlich wichtigstes Aushängeschild er ist, nahe zu sein, soll der neue Sunshine-State-Bewohner sein bisheriges Anwesen in Beverly Hills für 39 Millionen Dollar verkauft haben. Das zumindest behauptet das "People"-Magazin.

Man könnte über diese Nachricht natürlich lang und breit berichten. Doch dummerweise ist dann da auch noch der Schauspieler Tom Cruise. Der Schauspieler, der just in diesem Moment zum sechsten Mal als Agent Ethan Hunt auf die Kino-Leinwand zurückkehrt und in seiner Paraderolle beweist, dass er nicht bereit ist, Gefangene zu nehmen. "Mission: Impossible - Fallout" ist Actionvergnügen par excellence - und das vor allem wegen Cruise.

Blessuren im Dienste der "Mission"

Daniel Craig wird kommendes Jahr ein weiteres Mal in die Rolle des James Bond schlüpfen. Er soll allerdings durchaus damit gehadert haben, ob er sich das mit seinen 50 Jahren noch einmal antun soll. Cruise ist mittlerweile 56. Doch das hält ihn kein bisschen davon ab, beinahe wie eine Jump-'n'-Run-Figur der Marke Sonic oder Super Mario durch das Geschehen zu hopsen. Cruise springt aus Fenstern und von Klippen, fetzt durch Straßen und über Hochhäuser, schwingt die Fäuste und die Wummen.

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Für eine Verfolgungsjagd steigt Hunt schon auch mal aufs Motorrad.

(Foto: Paramount Pictures)

Nahkämpfe, Feuergefechte, Verfolgungsjagden - das alles gibt es in "Mission: Impossible - Fallout" zuhauf, egal, ob zu Lande, zu Wasser oder aber in der Luft. Perfektionist Cruise ließ es sich dabei wie stets nicht nehmen, zahlreiche Stunts selbst auszuführen. Nicht ohne Blessuren: Als er bei einem Sprung von einem Gebäude zum anderen sein Ziel verfehlte, brach er sich einen Knöchel.

Doch nicht nur das. Speziell für den Film lernte der Schauspieler, einen Helikopter zu fliegen. Und auch vor dem freien Fall schreckte er im Dienste der "Mission" nicht zurück. Mehr als 100 Mal soll er einen sogenannten HALO-Sprung - einen Fallschirmsprung aus großer Höhe mit einer Öffnung des Schirms in niedriger Höhe - absolviert haben, um die zugehörige Szene auch wirklich perfekt im Kasten zu haben.

Alte Bekannte, neue Charaktere

Die Handlung wird dabei beinahe zur Nebensache. In ihr spielen nicht nur die alten "Mission: Impossible"-Hasen Simon Pegg und Vingh Rhames als Hunts Team-Kollegen Benji Dunn und Luther Stickell sowie Michelle Monaghan als Hunts Ex-Frau Julia wieder eine entscheidende Rolle. Auch viele Bekannte aus dem Vorgänger-Streifen "Rogue Nation" der Actionfilmreihe sind erneut mit von der Partie: Rebecca Ferguson als zwielichtige Doppelagentin Ilsa Faust, Sean Harris als durchgeknallter Bösewicht Solomon Lane und Alec Baldwin als neuer Boss der "Impossible Mission Force".

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Alte Bekannte: Hunt und sein Team.

(Foto: Paramount Pictures)

Mit Vanessa Kirby als Femme-Fatale-Ganovin "White Widow", Angela Bassett als skrupellose CIA-Chefin Erica Sloane und Henry Cavill als Hunts ungeliebter Mitstreiter August Walker bei der diesmaligen Mission kommen weitere Charaktere hinzu, um das Action-Feuerwerk zu zünden.

Trau, schau, wem!

Die nunmehr sechste Aufgabe von Hunt und seinem Team besteht darin, drei Behälter mit waffenfähigem Plutonium aufzuspüren, ehe sie einem Terrortrupp in die Hände fallen, der sich selbst "Die Apostel" nennt. Dafür müssen sich die Agenten mit der Lizenz für das Unmögliche nicht nur in Berlin, London und Paris ins Zeug legen, sondern auch in der zwischen Indien, Pakistan und China gelegenen Region Kaschmir.

Eigentlich hat Hunt das Plutonium in der deutschen Hauptstadt schon so gut wie sichergestellt, doch weil Luthers Leben in Gefahr ist, gibt er es wieder aus der Hand. Jetzt heißt es, dem gefährlichen Material hinterherzujagen. Ob er will oder nicht, Hunt muss dabei auch auf die Hilfe des ihm zur Seite gestellten Walker vertrauen. Die Frage ist nur, wem bei dieser Mission überhaupt zu trauen ist ...

Ende kommenden Jahres soll der nächste, dann 25. James-Bond-Film unter der Ägide von Danny Boyle in die Kinos kommen. Vielleicht holt sich der "Trainspotting"-Kultregisseur dafür ein paar Tipps von seinem Kollegen Christopher McQuarrie, der wie schon bei "Rogue Nation" nun auch bei "Mission: Impossible - Fallout" im Regiestuhl saß. Denn in diesem Moment ist Ethan Hunt tatsächlich der bessere Bond.

"Mission: Impossible - Fallout" läuft ab dem 2. August in den deutschen Kinos

Quelle: n-tv.de

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