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"Die Höhle der Löwen"Axel Schulz geht unter die Grill-Experten

16.03.2026, 23:22 Uhr
imageVon Kai Butterweck
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Markenbotschafter von Butjer - Das Grillbrett: Axel Schulz. (Foto: RTL)

In der Löwenhöhle setzt ein 17-jähriger Handytüftler neue Jugend-forscht-Maßstäbe. Carsten Maschmeyer sorgt für große Backstage-Freuden. Und ein ehemaliger Boxprofi zieht die Grillschürze an.

Der "Friedhof der Einweg-T-Shirts" wird weltweit immer größer. Die beiden besorgten Umweltfreunde Anna Hadzelek und Emmy Schumacher aus München wollen das ändern. Dabei helfen soll eine weltweit einzigartige Textildruckfarbe auf Naturbasis, die sich rückstandslos auswaschen lässt - und so aus Einweg-T-Shirts sogenannte "Kreislaufprodukte" macht. Der Ansatz der "RE-SHIRT"-Gründerinnen ist lobenswert. Allerdings haben die Löwen ein Problem mit dem bisherigen Geschäftsmodell. Statt ihre Farbe gewinnbringend in Umlauf zu bringen, setzen Anna Hadzelek und Emmy Schumacher lieber auf den B2B-Bereich. Hinzukommt eine stattliche Firmenbewertung (350.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile) bei gerade mal 20.000 Euro Umsatz im Jahr. Das schmeckt keinem Investor. So kommt leider kein Deal zustande.

Nun ist die Jugend dran. Beim Teenie-Battle setzt sich der 17-jährige Christopher Czellary ("Peak Protect") aus Österreich gegen den ein Jahr jüngeren Philipp Hammerer ("Jimmy") aus Oberbayern. Beim anschließenden Pitch merkt man dem Sieger aus Österreich die Aufregung an. Die Löwen sind dennoch begeistert - von Christopher, seinem Produkt, einer ausziehbaren Handysicherung und seinem später dazustoßenden Vater. Die Bindung zwischen Vater und Sohn "ist inspirierend", lobt Judith Williams. Bei Papa Rainer fließen Tränen. Neben dem beeindruckenden Vater-Sohn-Gespann beeindruckt die Löwen aber auch das mitgebrachte Produkt.

Carsten Maschmeyer und der Backstage-Deal

Sowohl Janna Ensthaler als auch Ralf Dümmel bieten ihr Geld (75.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile) und ihre Dienste an. Die beiden Gründer müssen nicht lange überlegen. Da Ralf Dümmel von vornerein der Wunschlöwe war, darf der Regale-König laut jubelnd die Fäuste in die Luft recken. Das Kapitel "Jugend forscht" ist damit aber noch nicht beendet. Carsten Maschmeyer, der bei der Battle-Abstimmung für den 16-jährigen Philipp Hammerer und sein selbstprogrammiertes Azubi-Portal "Jimmy" gestimmt hatte, besucht seinen Favoriten noch einmal im Backstagebereich und verkündet eine freudige Nachricht, dass auch Philipp mit einem Deal nach Hause geht. "Ich fand dich toll und freue mich schon auf unsere Zusammenarbeit!", erklärt der Großunternehmer dem sichtlich überforderten, aber auch sehr glücklichen 16-Jährigen. So etwas gab es in der Löwenhöhle noch nie. Chapeau, Herr Maschemeyer!

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Christopher Czellary (r.) präsentiert den "Löwen" mit Peak Protect eine Handysicherung für Sportler. Sein Vater Rainer unterstützt ihn bei dem Pitch.

Für die nächste Gründerin geht es nicht nur ums Geschäft, sondern auch um eine "Mission". Die gelernte Rettungssanitäterin Nicole Oudes ("Heartbeat Revivel") aus Berlin hat es satt mit anzusehen, dass Menschen bei einer Notsituation "nur rumstehen und einfach zusehen". Mit ihrem tragbaren Soundgerät, das im Notfall klare, gesprochene Schritt-für-Schritt-Anweisungen zur Wiederbelebung gibt, möchte die Hauptstädterin dafür sorgen, dass in Zukunft jeder ein lebensrettender Ersthelfer sein kann. "Jede Minute, die ohne Ersthilfe vergeht, verringert die Überlebenschancen um zehn Prozent", so die 38-Jährige. Ralf Dümmel kann sich nicht mehr zurückhalten. "Nicole, du berührst mich total!" Sekunden später tütet der Löwe seinen zweiten Deal an diesem Abend ein. Carsten Maschmeyer hat noch ein paar lobende Worte übrig: "Du bist für viele Gründer ein maßstabsetzendes Vorbild!", so der Löwe.

Durchdachtes Ernährungskonzept

Nach so viel Aufregung kann schon mal der Magen knurren. Da kommt der 38-jährige "purora"-Gründer Heinz Pöttinger genau richtig. Der Österreicher hat ein durchdachtes Ernährungskonzept aus Technik und Bio-Mahlzeiten mit im Gepäck, das sofort für Begeisterung sorgt. Der "Thermo Twist" mixt schonend kalte und warme Speisen. Passend dazu hat der Gründer schmackhafte und gesunde Smoothies, Porridges, Proteinshakes und Suppen im Angebot. Judith Williams und Frank Thelen haben Interesse, wollen aber das etwas ausladende Geschäftsmodell primär in Richtung B2B lenken.

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Die "Löwen" Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel und Judith Williams (v.r.) unterziehen den ThermoTwist und die Prdukte von purora dem Praxis- und Geschmackstest. (Foto: RTL)

Frank Thelen hält dabei verbal nicht hinterm Berg. Judith Williams ist besorgt: "Waren wir vielleicht ein bisschen zu bossy?", fragt die Beauty-Queen. Frank Thelen hält dagegen: "Niemals, i am the fucking Boss!" Neben Judith Williams und Frank Thelen zeigt auch Dagmar Wöhrl großes Interesse. Das bleibt nicht unbemerkt. Die Familienunternehmerin steht bei dem ebenfalls in einem Familienunternehmen großgewordenen Österreicher ganz oben auf der Liste. Nach einer kurzen, aber intensiven Verhandlungsrunde macht Dagmar Wöhrl tatsächlich das Rennen und sticht ihre vermeintlich favorisierte Doppel-Konkurrenz aus. Da machen Frank Thelen und Judith Williams ziemlich große Augen.

Axel Schulz droht mit "Kloppe"

Noch mehr Aufregung führt zu noch mehr Hunger. Nach leckeren Smoothies und Suppen soll nun frisch Gegrilltes für gute Stimmung sorgen. Obwohl: Eigentlich stehen weniger die leckeren Bratwürste, als vielmehr das Werkzeug, mit denen das Essen auf dem Grill bearbeitet wird, im Fokus. Einer, der schon seit langem sehr begeistert vom multifunktionalen Grillbrett der drei "Butjer"-Gründer Enrico Krüger, Udo Mammone und Tim Gollenstede ist, hört auf den Namen Axel Schulz. "Wer nich einsteigt, der kricht von mir nachher Kloppe!", witzelt der ehemalige Profiboxer. Mit dem praktischen Grillbrett lässt sich das Wenden, Servieren und Reinigen am Grill deutlich einfacher bewerkstelligen - finden die Gründer. Die Löwen aber haben eine andere Meinung.

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Alle Staffeln der beliebten Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" sind auf RTL+ abrufbar.

Am Ende hilft auch kein dauergrinsender Axel Schulz weiter. Bei fast allen Löwen fällt das Grillbrett aber durch - aus unterschiedlichen Gründen. Einzig Ralf Dümmel könnte sich eine Zusammenarbeit vorstellen - wäre da nur nicht der Umstand, dass der Regale-König bereits eine führende deutsche Grillzubehör-Firma sein Eigen nennt. "So würden wir in den Regalen konkurrieren", erklärt der Löwe. Das wäre natürlich nicht so clever. Und so kommt der Pitch der "Butjer"-Gründer zu einem ernüchternden Ende - trotz schwergewichtigem Support. Klassischer Fall von technischem K.-o. in der letzten Runde.

Quelle: ntv.de

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