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"Die Höhle der Löwen" Bäume statt Gräber

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Bäume statt Gräber. Eine schöne Vorstellung.

In der Löwenhöhle wird um jeden Gründer gekämpft. Ralf Dümmel und Georg Kofler gehen in die Deal-Offensive. Danach stapelt die Gemeinschaft Fragezeichen. Ist Kork das neue Plastik? Und wie bringt man ein bisschen Licht unter die Erde?

Die Corona-Pandemie treibt die Menschen auseinander. Überall auf der Welt werden Kontakte gemieden und nicht zwingend notwendige Treffen und Verabredungen auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben. Globetrotter und Kontaktfreund Jasper Kolb aus Berlin will geselligen und neugierigen Menschen eine Perspektive für die Zeit nach Corona bieten.

Auf seiner digitalen Plattform "The Makery" bietet der hibbelige Gründer über 400 Workshops an. Getreu dem Motto "Handy aus, wir gehen raus!" will Jasper wieder Leben ins Leben bringen. Von den Löwen gibt es dafür viel Applaus. Das Problem ist nur: Marketing-Herausforderungen in einer Welt, in der man vor allem Social-Media-Kanäle bespielen muss, sind nicht jedermanns Sache. So kratzt sich am Ende nur noch ein Investor interessiert das Kinn. Und das ist Social-Media-Experte Georg Kofler. Nach einer kurzen Prozent-Feilscherei stoßen Löwe und Gründer dann auf ihre gemeinsame Business-Zukunft an. Da klatscht sogar Deal-Hamsterer Ralf Dümmel anerkennend und beglückwünschend in die Hände.

"Ein Deal wäre gigantisch!"

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Die Gründer von Bodywallet gehen leider mit leeren Taschen nach Hause.

Der DS-Chef muss auf seinen großen Auftritt aber nicht lange warten. Nach der ernüchternden und leider nicht zielführenden Performance der beiden Pflasterportemonnaie-Experten Christian Schranz und Axel Kosuch aus Dresden ("Bodywallet") sorgt die quirlige Alleinunterhalterin Denise Hahn aus Hannover für viel Aufsehen in der Löwenhöhle ("Summersaver"). "Ein Deal wäre gigantisch. Da ich alleine bin, brauche ich Unterstützung im Vertrieb und Marketing", seufzt die Blondine.

Der mitgebrachte Kosmetik-Stick für Körper-Problemzonen, die mit zu viel "Reibung" konfrontiert werden, ist zwar nichts für Carsten Maschmeyer ("Wir machen grundsätzlich nichts mit Kosmetik") und Beauty-Queen Judith Williams ("Mir fehlt noch das Besondere in der Rezeptur"). Dafür brennen Georg Kofler und Ralf Dümmel aber umso mehr für Produkt und Gründerin. Letztgenannter zieht am Ende das Gewinnerlos. Und Ruckzuck ist die Welt von Ralf Dümmel wieder in bester Ordnung.

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Kork statt Plastik

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Trotz beeindruckender Vision scheitert das "HARDCORK"-Projekt.

Eine bessere Welt für die gesamte Menschheit versprechen "HARDCORK"- Gründer Rouven Brauers und sein Anwalt Alexander Gebler. Und in der Tat: Die mitgebrachten Korkplatten haben durchaus das Zeug für eine Veränderung der globalen Verarbeitungsindustrie. Die sich dank eines besonderen Herstellungsverfahrens extrem hart präsentierenden Platten sollen in der Zukunft in der Luftfahrt, in der Automobilbranche und beim Yachtbau umweltschädliches Plastik verdrängen.

Die Auftragslage ist allerdings noch sehr undurchsichtig. Umsatzzahlen gibt es auch noch keine. Und so kommt es, wie es kommen muss: Trotz beeindruckender Vision scheitert das "HARDCORK"-Projekt an einem zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht greifbaren Ist-Zustand. Dieser ist beim letzten Pitch des Abends mehr als nur zugegen.

Gänsehaut pur

Mit ihrer "EVERTREE"-Urne und dem damit verbundenen mutigen Schritt hinein in einen Themenbereich, mit dem man sich zu Lebzeiten nur sehr ungern beschäftigt, sorgen die beiden Geschwister Helena und Andreas Hohnke vom ersten Moment an für Gänsehaut.

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Im Mittelpunkt des Pitches steht eine biologisch abbaubare Urne, die bestückt mit Baumsamen, eine emotionale Verbindung zwischen Leben und Tod herstellt. "Das ist so ergreifend. Für mich ist das der berührendste Pitch seit ich hier in diesem Sessel sitze", adelt Carsten Maschmeyer.

Friedhöfe sollen durch ganze Wälder ersetzt werden. So stellen sich Helena und Andreas die Zukunft vor. In Deutschland greift zwar noch der "Friedhofzwang". Aber in vielen anderen Ländern ist das Beisetzen von Mensch und Tier auf privatem Grundstück bereits unter Auflagen möglich. Nils Glagau hat am Ende keine Scheu vor den Toren der Dunkelheit. Nach dem Rückzug aller anderen Investoren streckt der Orthomol-Chef beide Daumen in die Höhe. Sekunden später ist der Deal in trockenen Tüchern. Und in der Finsternis erstrahlt ein kleines Licht. Bäume statt Gräber. Eine schöne Vorstellung.

Quelle: ntv.de

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