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"Die Höhle der Löwen"Botox ohne Nadel und Kaffee ohne Bohnen

23.03.2026, 23:12 Uhr
imageVon Kai Butterweck
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Laura-Valentin-praesentiert-mit-After-Inject-Hautpflege-mit-nauerlichem-Botox-Effekt-Sie-erhofft-sich-ein-Investment-von-200-000-Euro-fuer-10-Prozent-der-Firmenanteile-Die-Verwendung-des-sendungsbezogenen-Materials-ist-nur-mit-dem-Hinweis-und-Verlinkung-auf-RTL-gestattet
Laura Valentin präsentiert mit "After Inject" Hautpflege mit natürlichem Botox-Effekt. Sie erhofft sich ein Investment von 200.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. (Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Diesmal in der Löwenhöhle: Gute Nachrichten für alle Kosmetik-Fans mit Spritzenphobie. Zwei Aluminiumplatten für streichzarte Butter. Und Kapselkaffee, der ohne Bohnen auskommt.

Geht nicht, gibt's nicht - schon gar nicht in der Löwenhöhle. Auch nach 18 Staffeln finden die experimentierfreudigen Gründer zwischen Kiel und Wien immer noch neue Erfindungsnischen. Wer glaubt, dass ewige Schönheit nur mit Botox und Nadeln zu erreichen sei, dem möchte die Berliner "After Inject"-Gründerin Laura Valentin die Augen öffnen. "Ich werde das heute abreißen!", ist sich die ehemalige Polizistin sicher. Und in der Tat: Mit ihrem selbst entwickelten Natur-Botulinum-Serum rennt die Hauptstädterin nicht nur bei Beauty-Queen Judith Williams offene Türen ein.

Nach der Offenlegung ihrer beeindruckenden Umsatzzahlen (zwei Millionen Euro in zwei Jahren) drängen auch die Herren Ralf Dümmel und Frank Thelen ins Rampenlicht. Für einen kurzen Moment gerät das große Ganze ins Schwanken, als die Gründerin beim standardmäßigen Q&A-Spielchen ein paar überraschende Antworten gibt ("Ich habe einfach viel gegoogelt!"). Aber der kurze Sturm legt sich schnell wieder. Und so darf die Berlinerin am Ende ihres Pitches zwischen drei Löwen entscheiden. Nicht ganz überraschend macht in diesem Fall Judith Williams das Rennen.

Ein smarter Medikamentenspender soll Entlastung bringen

"Die Höhle der Löwen" auf RTL+

Alle Staffeln der beliebten Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" sind auf RTL+ abrufbar.

Frank Thelen ist nur kurz gefrustet. Nach dem Pitch ist schließlich vor dem Pitch. Und so hört und schaut der Tech-Investor auch beim nächsten Gründer-Team ganz genau zu. Chris Walter, Robert Gühne, Daniel Böber und Jürgen Burkert kommen aus Leipzig und haben einen smarten Medikamentenspender mit dabei. Mit diesem wollen die "Anabox"-Gründer nicht nur den Alltag älterer Menschen, sondern auch den ihrer Angehörigen erleichtern. "Ich hoffe, dass wir nicht aufgefressen werden", bibbert einer der Gründer kurz vor dem Eintritt in die Löwenhöhle.

Zwischendurch sieht es auch nicht ganz so gut aus. Zwar kann das Produkt auf ganzer Linie überzeugen. Aber der noch fehlende Umsatz und die Aussicht auf zukünftige Diskussionsrunden mit Krankenkassen bereiten den Löwen arge Kopfschmerzen. Irgendwann sind alle Löwen raus - außer Frank Thelen. Der Tech-Experte zeigt Interesse, will aber ein paar wichtige Eckdaten geklärt wissen. Es fallen Schlagwörter wie Patent, Produktion und Schulden. Die Spannung ist spürbar, denn leider sitzen die Gründer noch auf einem mittelgroßen Schuldenberg. Frank Thelen gibt sich aber einen Ruck. Statt der angebotenen 15 Prozent möchte der Investor 25 Prozent der Firmenanteile. Die Antwort der Gründer: "Der Deal ist hart, aber wir nehmen ihn an!"

"Bullshit-Bingo für Produkte, die niemand braucht"

Für das bevorstehende Battle stößt Gastlöwe Christian Miele dazu. Als Sieger des spannenden Zweikampfes darf sich "Butterboard"-Gründer Daniel Muntean aus Wipperfürth feiern lassen. Die gute Laune verfliegt aber schnell wieder, denn die vorgestellten Aluminiumplatten, die dafür sorgen sollen, dass sich Butter aus dem Kühlschrank im Handumdrehen streichzart präsentiert, kommen bei den Löwen gar nicht gut an. Janna Ensthaler schlägt die Hände vors Gesicht: "Wir müssen aufpassen, dass 'die Höhle der Löwen' kein Bullshit-Bingo für Produkte wird, die niemand braucht!", faucht die Investorin.

Die-Loewen-Dagmar-Woehrl-und-Ralf-Duemmel-nehmen-das-Strumpfhosen-Schutzspray-von-Nylam-genau-unter-die-Lupe-Die-Verwendung-des-sendungsbezogenen-Materials-ist-nur-mit-dem-Hinweis-und-Verlinkung-auf-RTL-gestattet
Die "Löwen" Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel nehmen das Strumpfhosen-Schutzspray von Nylam genau unter die Lupe. (Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Frank Thelen schließt sich an: "Du bist hier komplett falsch abgehoben und ich kann dir nur raten, bitte hör damit auf!" Der Pitch verläuft für alle Anwesenden ganz anders als erwartet und lässt die Löwen ihre Battle-Entscheidung schnell hinterfragen. Ein Zurück gibt es aber nicht mehr. Und so muss Daniel Muntean seinen Traum vom Start-Up-Kickstart begraben. Ein innovatives Schutzspray für Strumpfhosen soll die Stimmungswende bringen. Die beiden "Nylam"-Gründer Arta und Mergim Klimenta aus Heilbronn leisten auch viel Überzeugungsarbeit. Nach einem Selbstversuch zeigt Dagmar Wöhrl interessiert mit dem Daumen nach oben. Sitznachbar Ralf Dümmel würde ebenfalls gerne ins Nylongeschäft einsteigen. Nach dem üblichen Kompetenzgerangel entscheiden sich die Gründer für eine zukünftige Zusammenarbeit mit Ralf Dümmel.

Mit der gerösteten Zichorienwurzel in Richtung Kaffee-Olymp?

Angelina-Widmann-praesentiert-mit-Rootery-Coffee-Kaffeekapseln-aus-Wurzelgranulat-Sie-erhofft-sich-ein-Investment-von-85-000-Euro-fuer-25-Prozent-der-Firmenanteile-Die-Verwendung-des-sendungsbezogenen-Materials-ist-nur-mit-dem-Hinweis-und-Verlinkung-auf-RTL-gestattet
Angelina Widmann präsentiert mit Rootery Coffee Kaffeekapseln aus Wurzelgranulat. Sie erhofft sich ein Investment von 85.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. (Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer)

Nun fehlt nur noch die Jüngste im Gründer-Bunde. Angelina Widmann ist gerade mal 18 Jahre alt. Die Abiturientin aus Österreich, die nebenbei auch noch Biologie studiert, möchte mal eben im Vorbeigehen den eingefahrenen Kaffeemarkt auf den Kopf stellen. Mit "Rootery" präsentiert die Gründerin den ersten Kapselkaffee ganz ohne Bohnen. Die geröstete Zichorienwurzel soll ein kaffeeähnliches Aroma liefern, ist koffeinfrei und enthält viele Ballaststoffe. Leider verläuft die Verkostung nicht ganz so, wie es sich die Gründerin erhofft hat. Geschmacklich kommt "Rootery" nicht wirklich an. Zu bitter im Nachgang und auch etwas zu weit weg vom gängigen Kaffeearoma, lautet das Urteil der Löwen. Hinzu kommt, dass der Kapselmarkt hart umkämpft ist. So steigt schließlich ein Löwe nach dem anderen aus. Am Ende gibt es für die Gründerin zwar keinen Deal, aber dafür ganz viel Lob. "Für mich war die Anerkennung meiner Arbeit wie ein Ritterschlag und ich gebe erst auf, wenn ich am Boden liege", so die stolze 18-Jährige.

Quelle: ntv.de

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