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Gute Chefs, nervige Chefs Jauch schockt beste Marktleiterin des Landes

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Vor der Sommerpause lud er nochmal zum Überraschungs-Special: Günther Jauch.

Vor der Sommerpause lud er nochmal zum Überraschungs-Special: Günther Jauch.

(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Alltagshelden, ein Besserwisser vom ADAC und sauteure Kaninchen beschäftigen Günther Jauch im großen Überraschungs-Special von "Wer wird Millionär?". Die beste Supermarkt-Leiterin Deutschlands wird von einem Lehrer gerettet. Dann verschenkt Jauch plötzlich einen fünften Joker. 

Manchmal kann einfach nur noch Günther Jauch das Betriebsklima retten. "Lieber Herr Jauch, bitte, bitte helfen Sie uns! Unser Chef treibt uns in den absoluten Wahnsinn", flehte die Pressestelle des ADAC-Nordrhein im großen Überraschungs-Special am Pfingstmontag. Denn seit Leiter Thomas Müther vor 14 Jahren in der Auswahlrunde von "Wer wird Millionär?" gescheitert ist, lässt ihn die "Schmach" auch bei der Arbeit nicht los. "Bitte erlösen Sie uns und laden Sie ihn als Kandidaten ein" - mit diesem Aufruf war die ins Studio gereiste Belegschaft erfolgreich. Kurz vor dem Ziel drohte aber ihr Plan zu scheitern. "Auf der Couch sehe ich die blanke Angst", warnte Jauch.

Auch diese zweite XXL-Sonderausgabe zu Pfingsten war eine Mischung aus Überraschungs-, Zweite-Chance- und Besserwisser-Spezial. Müther fiel nach Ansicht Jauchs in letztere Kategorie. "Schwere seelische Grausamkeit" attestierte der RTL-Moderator dem ADAC-Sprecher. Der Grund: Müther beginnt die Arbeitswoche für seine Kollegen gern mit Quizfragen aus seinem "Wer wird Millionär?"-Tageskalender. "Schrecklich, so ein Motivator", meinte Jauch und bemühte sich um Schadensbegrenzung: "Das haben auch wir nicht gewollt, dass die Sache so ausartet."

Kandidat droht bei WWM

Für die gepeinigten Mitarbeiter war das Ziel klar: "Der Kalender muss weg." Müther versuchte, Jauch auf seine Seite zu ziehen. "Aber tut das Ihnen nicht weh, wenn ich einen 'Wer wird Millionär?'-Kalender in den Schredder packe?", fragte er. Jauch ließ ihn pragmatisch abblitzen. "Überhaupt nicht, weil ich an den Lizenzeinnahmen nichts verdiene." Als es für den Herren vom ADAC am Ende allerdings eng wurde, drohte der seinerseits eiskalt: "Wenn ich auf 500 falle, gibt es den Kalender weiter."

Auch seine letzten beiden Joker halfen Müther zum Schluss nicht weiter. Er passte bei der Frage, was bei einem Berg oft neben der Höhe noch als markantes Merkmal angegeben wird (gesucht wurde die sogenannte Prominenz). "Ich nehme 16.000 Euro - der Kalender wandert trotzdem in den Schredder", versprach der ADAC-Sprecher.

Auch die folgende Kandidatin war von ihren Mitarbeitern heimlich für das Überraschungs-Special bei Jauch vorgeschlagen worden. Hier steckte aber eine ganz andere Motivation dahinter, denn Jennifer Kattwinkel wird seit ihrem Wechsel nach Bonn von ihren Kollegen schmerzlich vermisst. Die Mitarbeiter einer Kölner Rewe-Filiale priesen ihre Ex-Chefin im "Wer wird Millionär?"-Studio derart von Herzen, dass ihr die Tränen kamen. Dabei hat Kattwinkel ihre Verdienste sogar schriftlich. Sie wurde 2022 vom Branchenblatt "Lebensmittel Zeitung" zur Marktleiterin des Jahres gekürt.

"Kennen Sie die Sendung überhaupt?", vergewisserte sich Jauch zu Beginn dennoch vorsichtshalber, brauchte sich in dieser Hinsicht aber keine Sorgen zu machen. Dafür sorgte die Kandidatin für andere Schreckensmomente. Für 8000 Euro sollte die Marktleiterin wissen, wodurch sich die Partie der Fußball-Nationalmannschaft der Männer bei der Weltmeisterschaft gegen Costa Rica ausgezeichnet hatte. Ihr Telefonjoker hatte für die falsche Option "zeitversetzt übertragen" plädiert. Ein Grundschullehrer im Publikum konnte aber zum Glück klarstellen: Dieses Spiel wurde von einer Schiedsrichterin geleitet und hat damit Fußballgeschichte geschrieben.

Kattwinkel freute sich am Ende über 32.000 Euro. "Bleiben Sie so, wie Sie sind", gab ihr Jauch mit auf den Heimweg. Beim nächsten Kandidaten ging die Sympathie des Moderators sogar so weit, dass er ihm kurzerhand einen zweiten Zusatzjoker zugestand. Auch Leon Maximilian Laloi bekam am Montag eine zweite Chance. Er war am 5. Januar 2022 ebenfalls bei einer Fußballfrage durch eine falsche Antwort seines Telefonjokers auf 500 Euro abgestürzt. Der Freund, David Friedrich, wollte dies nun durch die Bewerbung für Laloi wettmachen. Der geriet allerdings bereits bei der 200-Euro-Frage in Schieflage.

Jauch verschenkt Extra-Joker

Sendung verpasst?

"Wer wird Millionär?" ist auch auf RTL+ abrufbar.

"Was können zahllose Menschen völlig zu Recht als ihren Wohnsitz bezeichnen: Élysée-Palast, Bundeskanzleramt, Schloss Bellevue, weißes Haus?", lautete die Frage. Jauch las die letzte Option allerdings als "das Weiße Haus" vor. Laloi wählte trotzdem diese richtige Antwort, wurde dann aber verunsichert und blickte nicht mehr durch. Jauch fragte kurzerhand eine Dame im Publikum. "Wo wohnen Sie?" Antwort: "In einem weißen Haus." Am Ende entging der Kundenbetreuer eines Bestattungsunternehmens einem erneuten Telefonjoker-Debakel und verabschiedete sich: "Ich freue mich über 16.000 Euro und eine zweite Chance, vielen lieben Dank!"

Auch die erste Kandidatin dieser Ausgabe von "Wer wird Millionär?" stieg nach dem Telefonat mit ihrem Joker lieber aus. Jessica Lösch holte 32.000 Euro und konnte damit ein Stück weit ihren genervten Ehemann eines Besseren belehren. "Du ziehst ja immer gern über die Kandidaten her - auf dem Sofa zu Hause ist es immer leicht. Jetzt kannst du mal zeigen, wie leicht es ist", hatte er seiner geschockten Gattin eröffnet, als sich für sie der vermeintlich harmlose Besuch im Fernsehstudio als Gang auf den heißen Stuhl entpuppte. "Das war eigentliche eine Paartherapie", stellte Jauch anschließend fest.

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Die Verwaltungsfachwirtin bei der Stadt Braunschweig will mit dem Gewinn auch die Gesundheitsversorgung ihrer zwei Kaninchen sicherstellen. Die sorgen nämlich immer wieder für äußerst teure Besuche beim Tierarzt. Ein verdrehter Leberlappen bei einem der Nager etwa kostete 1800 Euro. "Entschuldigung: Dafür bekommt man 450 neue Kaninchen - und zwar Angora", warf Jauch ein.

Sieger der fast vierstündigen Ausgabe wurde Andreas Mertens. Der 57-jährige Gymnasiallehrer war von seinen dankbaren Schülern vorgeschlagen worden und holte 64.000 Euro. Das gelang auch wegen der bevorstehenden Klassenfahrt nach Schottland. Denn deswegen hatte sich Mertens näher mit der lokalen Politik beschäftigt und wusste sofort, dass Humza Yousaf der Nachfolger der schottischen Regierungschefin Nicola Sturgeon ist. "Wer wird Millionär?" verabschiedete sich mit diesem Überraschungs-Special in eine längere Sommerpause.

Quelle: ntv.de

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