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Kandidatin droht bei Jauch "Jetzt ist wirklich Fresse halten angesagt"

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Kandidatin mit Bauchgefühl: Daniela Rive.

(Foto: RTL / Dirk Borm)

Die korpulente Kandidatin Daniela Rive vertraut ihrem Bauchgefühl ("Bauch habe ich reichlich") und könnte der Geheimtipp der Drei-Millionen-Euro-Woche sein. Sie wird im Finale zocken, Jauch ist entsetzt. Motto: "Jetzt ist wirklich Fresse halten angesagt."

Günther Jauch hat beim Schlussspurt der Drei-Millionen-Euro-Woche noch mal ordentlich Finalisten eingesammelt. Gleich vier Bewerber schafften am Mittwochabend die Qualifikation. Damit werden am Donnerstag neun Kandidaten um die Rekordsumme spielen. Zwei Favoriten stehen bereits fest. Robin Romahn und Lukas Körber dürfen mit jeweils 125.000 Euro in der Hinterhand auf die besten Anreize von Günther Jauch hoffen, um ihren Gewinn gegen die Chance auf drei Millionen Euro einzutauschen. Aber vor allem eine Dame von Tag drei sollte nicht unterschätzt werden. Denn sie bringt ein außerordentliches Bauchgefühl mit.

Das bewies Daniela Rive aus Troisdorf bei Köln bereits bei der 4000-Euro-Frage. Dort hatte sie nach dem 50:50-Joker noch die Schreibweisen-Wahl zwischen "Rigipsplatten" und "Rigibsplatten". Die Assistentin der Geschäftsführung einer Steuerberatungsgesellschaft fackelte nicht lange: "Bauchgefühl ... Bauch habe ich reichlich. Nehmen wir C." Der Begriff "Rigipsplatten", so konnte Jauch manch einen Zuschauer aufklären, leitete sich übrigens von einem Gipswerk in Riga ab.

Mit Bauchgefühl zum WWM-Rekord?

Zwei Runden später vertraute Rive erneut ihrem Instinkt. Sie sollte wissen: "Wovon gab es 2021 insgesamt 22 - so viele wie noch in keinem Jahr zuvor?" Zur Auswahl standen olympische Sportarten, Formel-1-Rennen, ATP-Turniere oder Fußballbundesliga-Spieltage. Auch hier bewies Rive Entschlussfreudigkeit und entschied sich spontan und korrekterweise für den Rennsport. "Das war reines Bauchgefühl", erklärte die sichtlich erleichterte Kandidatin.

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Silke Wittkamp erhielt von Günther Jauch ein wenig Unterstützung.

Dafür haperte es bei ihr bei Fakten, die sie eigentlich hätte wissen müssen. Rive fielen alle Bundeskanzler bis auf einen ein. Ausgerechnet der war aber entscheidend, um die Frage zu beantworten, welche Stadt neben Köln mit Konrad Adenauer einen Bürgermeister hatte, der später Bundeskanzler wurde. Rive tippte letztlich ohne stichhaltige Begründung auf Berlin. "Und welcher Kanzler fehlte?", wollte sie von Jauch wissen.

"Der Willy", klärte sie der Moderator auf. "Willy Brandt, oh Gott. Mit dem Sohn bin ich zur Schule gegangen", sagte die ehemalige Berlinerin. "Matthias Brandt war mein Jahrgang. Mit dem bin ich eingeschult worden. Oh Mann, ist das peinlich" Bei der 125.000-Euro-Frage tendierte Rive erneut zur richtigen Antwort, stieg aber aus, um den Einzug ins Finale nicht aufs Spiel zu setzen. "Ich freue mich auf morgen mit Ihnen", verabschiedete sie Jauch, der womöglich bei dieser Kandidatin auch ein gutes Bauchgefühl hatte. Auch alle übrigen Finalisten der letzten Vorrunde erspielten sich jeweils 64.000 Euro.

Bei Überhangskandidat Christoph Klöckner aus Unterhaching hätte es ebenfalls im Grunde zu 125.000 Euro gereicht. Er meinte, dass den Schweizern Ernst Schmied und Jürg Marmet die zweite Besteigung des Mount Everest gelungen war. Der Patentanwalt passte aber wie alle übrigen Kandidaten dieser Sendung vorsichtshalber, um die Qualifikations-Stufe von 16.000 Euro nicht zu gefährden. Noch in der vorherigen Ausgabe hatte er eine schlechte Nachricht für Jauch gehabt. "Wenn Sie jemanden umbringen, kann ich Ihnen nicht helfen", stellte der promovierte Biochemiker klar. Patentanwälte seien nämlich in erster Linie Experten in einem Fachgebiet und würden erst anschließend eine juristische Zusatzausbildung absolvieren.

Jauch rettet Kandidatin

Viel hätte nicht gefehlt und in dieser Runde hätte ebenfalls eine Kandidatin den Einzug ins Finale verpasst. Berufsschullehrerin Silke Wittkamp war bei der 1000-Euro-Frage zielsicher komplett auf der falschen Fährte, wurde von Jauch aber durch nettes Nachfragen auf sicheres Terrain zurück gelotst. Erneut Glück hatte die Essenerin kurz darauf mit ihrem Zusatzjoker. Der kannte sich bestens mit den Geburts- und Todesdaten von John F. Kennedy, Marilyn Monroe oder Lady Diana aus. Der Bankkaufmann aus Worms war dabei derart eloquent, dass Jauch ihm eine seltene Offerte unterbreitete: "Bewerben Sie sich doch mal bei 'Wer wird Millionär?' Solche Leute brauchen wir!"

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Möglicherweise geht der Rekordgewinn der deutschen "Wer wird Millionär?"-Ausgabe sogar nach Italien. Ulrike Huber aus Reischach in Südtirol schaffte es als letzte Kandidatin der Vorrunden auf den heißen Stuhl (ihr Mitstreiter aus Irland ging leer aus). In Italien gebe es zwar auch eine Version der Rateshow. Die sei aber sehr langatmig: "Die Italiener haben höchstwahrscheinlich weniger Geld als RTL und da wird eine Frage ewig, ewig hinausgezogen."

Sollte der Teaser auf das Finale, den RTL am Ende der Sendung ausstrahlte, einen Hinweis geben, dürften tatsächlich Romahn, Körber und Rive das Rennen um die drei Millionen Euro unter sich ausmachen. Kappenträger Körber zeigte sich in der Vorschau gewohnt selbstbewusst: "Ich finde, ich habe das ganz gut erklärt." Der Auftritt von Rive versprach hingegen Dramatik pur. "So, ich zocke jetzt", kündigte die Kandidatin an. Jauch konnte sich da nur noch hinter seinen Händen verstecken und flehen: "Hören Sie auf!" Die Kandidatin schien aber wirklich alles auf eine Karte zu setzen und wurde ungewohnt ruppig: "Jetzt ist wirklich Fresse halten angesagt. Jetzt geht gar nichts mehr hier."

Quelle: ntv.de

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