Panorama

Polizeieinsatz im Seniorenheim 91-Jährige züchtet unwissentlich Hanfpflanze

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Aus Cannabis werden unter anderem Marihuana und Haschisch hergestellt.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Eine Seniorenheim-Angestellte entdeckt bei der Arbeit eine verdächtige Pflanze und alarmiert die Polizei. Bei der Kontrolle stellen die Beamten fest, dass es sich um Cannabis handelt. Trotzdem will sich die nichtsahnende Rentnerin nur ungern von ihrem Besitz trennen.

Eine 91-Jährige hat auf ihrem Balkon in einem Seniorenheim in Bayerisch-Schwaben unwissentlich eine Cannabispflanze gezogen. Eine Mitarbeiterin des Heims in Krumbach im Landkreis Günzburg hatte das Gewächs mit einem verdächtigen Aussehen bemerkt und die Polizei alarmiert - die dann am Sonntagmittag zu dem Einsatz anrückte.

"Die Bewohnerin war völlig überrascht, da sie die Bezeichnung der Pflanze nicht kannte und über ein Verbot des Anbaus nichts wusste", berichtete die Polizei. "Da ihr die Pflanze jedoch gefiel und sie schon länger hegte und pflegte, war sie mit einer Sicherstellung durch die Beamten nicht einverstanden."

Erst durch gutes Zureden und nach mehrmaliger Erklärung sei die Seniorin doch noch zur freiwilligen Herausgabe bereit gewesen. Wie die 91-Jährige zu dem Saatgut kam, ließ sich zunächst nicht ermitteln. Ihre geliebte Pflanze wird sie nicht zurückbekommen. Die Pflanze müsse absehbar vernichtet werden, da es sich um ein Betäubungsmittel handele, sagte ein Beamter.

Aus der indischen Hanfpflanze "Cannabis" werden unter anderem die Rauschmittel Marihuana und Haschisch hergestellt. Aus den kleingehackten Blättern und Stengelteilen der Pfanze wird Marihuana. Die weitverbreitete Droge kann mit Tabak vermischt geraucht oder auch als Gebäck gegessen werden.

Die Wirkung von Marihuana ist schwächer als die von Haschisch, das aus dem Harz der Cannabispflanze gewonnen wird. Der Wirkstoffgehalt des Rauschmittels, das schon im achten Jahrhundert vor Christus in Indien und Persien bekannt war, hängt vom Klima ab und ist in heißen und trockenen Gegenden Mittelamerikas und Asiens besonders hoch.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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