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Belgische Behörden stufen Tat ein Anschlag auf Museum war "Terrorismus"

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Das Bild der Überwachungskamera: Die Fahndung ist kompliziert. Die Belgische Polizei sucht nach dem Mann.

AP

Der grausame Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel war eine terroristische Tat. Das sagt die Staatsanwaltschaft, nach der Sichtung von Videomaterial. Der Täter sei kaltblütig und sehr entschlossen - und bislang fehlt von ihm jede Spur.

Der Angriff auf das Jüdische Museum in Brüssel mit vier Toten ist von den belgischen Ermittlungsbehörden als "Terrorismus" eingestuft worden. Ermittelt werde wegen "terroristischen Mordes" und des "Verdachts auf terroristischen Mord", teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Sie hatte den Fall von der Staatsanwaltschaft Brüssel übernommen.

Das Verfahren war an die übergeordnete Behörde, in deren Bereich auch Terrorismusermittlungen fallen, aufgrund "der Identität und der Nationalität der Opfer" sowie "der Analyse der Bilder" der Überwachungskameras übergeben worden, wie eine Justizsprecherin zuvor sagte.

Die Ermittler suchen unter Hochdruck den mutmaßlichen Täter, der mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr schoss. "Die Auswertung der Bilder von (Überwachungs-)Kameras zeigt, dass wir es mit einer Person zu tun haben, die kaltblütig handelt und die bei ihren Taten sehr entschlossen ist", resümierte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft

Unter den Toten war auch ein Paar aus Israel. Die Bluttat hatte sich am Samstagnachmittag in dem nicht besonders gesicherten Museum ereignet, das in einem belebten und bei Touristen beliebten Viertel im Zentrum der belgischen Hauptstadt liegt. Die von der Polizei veröffentlichen Überwachungsvideos zeigen einen Mann mittlerer Statur, der vor dem Eingang des Museums eine Waffe aus einer Tasche holt, in das Museum tritt und wieder herauskommt.

Die Tat hatte landesweit und international für Entsetzen gesorgt. In Brüssel und Paris versammelten sich mehrere Hundert Menschen, um der Opfer zu gedenken.

Quelle: n-tv.de, fma/dpa/AFP

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