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Herbststurm verursacht SchädenBaugerüst kippt durch Sturm um - zwei Schwerverletzte

23.10.2026, 21:24 Uhr
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Umgekippte Bäume und abgerissene Äste werden deutschlandweit zur Gefahr. (Foto: IMAGO/Einsatz-Report24)

Starke Winde fegen über Deutschland. In Rheinland-Pfalz kippt ein Baugerüst um, ein Mensch schwebt in Lebensgefahr. In Hessen muss ein Radfahrer unter einem Ast von der Feuerwehr befreit werden. Auch die Bahn meldet zahlreiche Probleme.

Der erste Herbststurm über Teilen Deutschlands nimmt an Fahrt auf - es gibt Verletzte und Probleme im Bahnverkehr. An der Nordseeküste kommt es zum Ende der niedersächsischen Herbstferien zu Problemen mit den Fährverbindungen. Besonders der Westen Deutschlands meldet Zwischenfälle.

Im Norden von Rheinland-Pfalz stürzte am Freitagnachmittag laut Polizei ein Baugerüst um, dabei wurden zwei Menschen schwer verletzt. Einer von ihnen schwebe in Lebensgefahr und sei in ein Krankenhaus geflogen worden. Noch liegen zu dem Unglück in der Gemeinde Nastätten nur wenige Informationen vor. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde das Gerüst vermutlich von einer starken Windböe umgeweht. Zu dem Zeitpunkt gab es Sturmböen in der Region.

In dem Bereich des Ortes fand ein Fest unter dem Namen "Oktobermarkt" statt. Bei den Verletzten könnte es sich um Besucher handeln, sagte der Sprecher. Ob sich auf dem umgestürzten Gerüst Menschen befanden, ist bisher unklar. Rettungskräfte waren vor Ort, die Einsatzstelle wurde abgesperrt. Nastätten liegt im Rhein-Lahn-Kreis in der Nähe der Grenze zu Hessen.

In Hessen wurde ein Fahrradfahrer durch einen abgerissenen Ast verletzt. Der Mann im Kreis Offenbach musste von der Feuerwehr befreit werden, wie eine Sprecherin mitteilte. Er war mit seinem Rad auf einem Waldweg zwischen den Stadtteilen Klein-Welzheim und Froschhausen unterwegs.

Zahlreiche Oberleitungsschäden bei der Bahn

Auch die Bahn meldete Einschränkungen und Sturmschäden: In der Nähe von Pforzheim in Baden-Württemberg wurde laut Polizei eine Regionalbahn mit Hunderten Fahrgästen an Bord von einem Ast an der Windschutzscheibe getroffen. Der Zug hielt auf der Strecke. Verletzte gebe es keine.

In Karlsruhe wurde der Bahnverkehr am Hauptbahnhof wegen eines Sturmschadens zwischenzeitlich komplett eingestellt. Ein Gegenstand sei am Bahnsteig 2 in die Oberleitung geflogen, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Reisende hätten von einem "massivem Funkenschlag" berichtet. Verletzt worden sei niemand. Zur Sicherheit sei die Oberleitung abgeschaltet und von Experten überprüft worden. Mittlerweile sind alle Gleise wieder freigegeben.

In Nordrhein-Westfalen gibt es ebenfalls mehrere Probleme im Bahnverkehr. Auf der Strecke zwischen Stolberg und Aachen Rothe Erde kam es laut einem Bahnsprecher zu einem Oberleitungsschaden als Folge des Sturms. Die Strecke sei deshalb in beide Richtungen gesperrt worden. Zwischen Neuss Hauptbahnhof und Meerbusch-Osterath waren die Gleise wegen eines umgestürzten Baums ebenfalls nicht befahrbar. Eine weitere Einschränkung zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen ebenfalls wegen eines umgestürzten Baums sei schon beseitigt. "Alles Sturmschäden", so der Sprecher.

Im Saarland mussten Polizei und Rettungskräfte wegen des Sturms zu mehreren Einsätzen ausrücken. Die Polizei in Saarbrücken zählte seit Mittag bis zum Abend landesweit 59 Einsätze, wie ein Sprecher sagte. Bei 44 Einsätzen sei es um auf Straßen gestürzte Äste oder Bäume sowie um auf Fahrbahnen gewehte Bauzäune gegangen. In Lebach sei ein Fußgänger von einem Werbeschild getroffen und leicht verletzt worden.

Besonders starker Sturm wird an der Nordsee erwartet, am Sonntag rechnen die ntv-Meteorologen dort mit schweren Sturmböen. Reisenden könnte das stürmische Wetter Probleme bei der Abreise von manchen Ostfriesischen Inseln bereiten, wenn an diesem Wochenende die Herbstferien in Niedersachsen enden. Einige Reedereien kündigten bereits mögliche Einschränkungen oder sogar Ausfälle im Fährverkehr an.

Quelle: ntv.de, csi/dpa

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