Panorama

Extremsportler im Interview bei n-tv Baumgartner war geschwächt

Er habe ein Ereignis geschaffen, das die Menschen begeistert hat wie seit der Mondlandung keines mehr, sagt Felix Baumgartner. Bei n-tv berichtet er aber auch von Problemen: Er habe schlecht geschlafen, musste mitten in der Nacht aufstehen. Und dann musste er ja noch den Sprung meistern.

Als sich Felix Baumgartner in der vergangenen Woche aus 39 Kilometern Höhe fallen ließ, war er stark geschwächt. "Es sind sehr schwierige Momente gewesen", sagt er im Interview mit n-tv. Er habe in der Nacht nicht gut geschlafen, die medizinischen Checks hätten schon um 2 Uhr morgens begonnen. Dann musste er mehrere Stunden reinen Sauerstoff atmen. Wegen einer Verzögerung musste Baumgartner mehrere Stunden in der Kapsel sitzen und warten. Als sein Ballon endlich startete, befand sich Baumgartner schon vier oder fünf Stunden in seinem Spezialanzug. "Und dann geht es erst los", so Baumgartner: "Dann kommt dieser sehr, sehr schwierige Sprung, und es ist mir gelungen, ihn zu meistern. Darüber bin ich sehr froh."

Angst habe er bei der ganzen Aktion nie gehabt: "In so einem Moment ist man in allerhöchster Anspannung. Man hat eigentlich keine Zeit, Angst zu haben."

Auch, als er sich in den ersten Sekunden mehrfach überschlug, habe er einen kühlen Kopf bewahrt: "Es war ja eigentlich von Anfang an klar, dass dieses gefährliche Spinning eintreten würde." Baumgartner sprang in einer Höhe ab, in der der Luftdruck sehr niedrig war. Es gab keine "Luft, mit der du arbeiten kannst als Fallschirmspringer", erklärt er im Interview. Durch die Vakuum-ähnliche Situation konnte er die Drehungen seines Körpers nicht stoppen. "Wir waren darauf vorbereitet und haben diese ganze Sicherheitsausrüstung entwickelt." Bei zu schnellen Drehungen hätte sich automatisch ein kleiner Bremsfallschirm geöffnet, der das Trudeln gestoppt hätte. "Es war genau das, was wir geplant haben. Ich war niemals in Gefahr."

Menschen bewegt wie bei der Mondlandung

Trotz aller Vorbereitung gab es aber doch einige Unsicherheiten: "Du kannst nicht trainieren, im Überschallbereich zu fliegen. Entweder du machst es oder du machst es nicht."

Der Österreicher war am 14. Oktober mit einem Ballon in 39 Kilometer Höhe aufgestiegen und zur Erde zurück gesprungen. Im freien Fall durchbrach er dabei die Schallmauer - was noch kein Mensch zuvor geschafft hatte.

nimmt Baumgartner nicht wirklich ernst: "Michel Fournier hat ja bereits aufgegeben, hat es jetzt die letzten Jahre immer wieder versucht und ist dabei gescheitert, was mir sehr leid tut. Er hat alles gegeben, er hat, glaube ich, sein Haus verkauft und hat über 20 Jahre versucht, diesen Rekord zu brechen."

"Absolut lächerlich"

Anders sei es bei Branson. Der habe zwar sehr viel Geld, "aber es ist absolut lächerlich". Branson habe sich bislang nicht für einen solchen Sprung interessiert, "und jetzt wo wir diesen Sprung gemacht haben, dann zu sagen, er springt aus seinem eigenen Raumschiff heraus, und das aus einer Höhe von 120 Kilometern, ist für mich völlig absurd". Diese Höhe sei "absolut unmöglich und ist fast schon lächerlich".

Der Stolz auf das Geleistete ist Baumgartner deutlich anzumerken: "Wir haben es geschafft, seit der Mondlandung wieder etwas auf die Bildschirme zu bringen, was die Menschheit bewegt hat." Über sprechen will er nicht, da es bei dem Projekt nicht um Geld gehe: "Abenteuer und Leidenschaft haben kein Preisschild."

Quelle: ntv.de, che

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen