Panorama

Kampf gegen Ebola EU bestellt Impfstoff bei Pharmaindustrie

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So sehen Krankenschwestern auf der Ebola-Station der US-Klinik in der Uni-Klinik von Chicago aus.

(Foto: AP)

Wer in Sierra Leone oder Liberia lebt, braucht zurzeit vor allem eines: Schutz gegen Ebola. Doch einen Impfstoff gibt es nicht. Das soll sich nun ändern, dank einer dicken Finanzspritze der EU.

Im Kampf gegen Ebola finanziert die EU gemeinsam mit der Pharmaindustrie die Entwicklung neuer Impfstoffe, Medikamente und Tests. Die EU-Kommission steuere ebenso 100 Millionen Euro bei wie der Europäische Pharmaverband, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen. Der harmaverband vertritt die Interessen der forschenden Pharmaunternehmen. Die Förderung übernehmen die öffentliche Hand und die Privatwirtschaft gemeinsam. Wie sie aussehen soll, wird noch in dieser Woche bekanntgegeben. Der Großteil des Geldes werde voraussichtlich für klinische Studien mit drei experimentellen Impfstoffen eingesetzt.

Die Zeit drängt: Im Zuge der jüngsten Ebola-Epidemie in Westafrika haben sich nach Angaben der Vereinten Nationen mittlerweile fast 10.000 Menschen mit dem gefährlichen Virus infiziert. Die Zahl der registrierten Erkrankungen liege bei exakt 9936, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mit. Demnach starben 4877 Menschen an Ebola. Vor allem die westafrikanischen Staaten Guinea, Sierra Leone und Liberia sind betroffen.

Auch in den USA wächst die Vorsicht. Die US-Seuchenkontrollbehörde CDC verschärfte ihre Kontrollen von Reisenden aus den von Ebola betroffenen westafrikanischen Ländern erneut. Nach ihrer Ankunft in den USA müssen sich Reisende aus den drei am schwersten betroffenen Staaten künftig 21 Tage lang beobachten lassen, wie die Behörde mitteilte. Das ist der maximale Zeitraum zwischen einer Ansteckung mit dem Virus und dem Auftreten von Symptomen der Krankheit.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Eine der beiden mit dem Ebola-Virus infizierten US-Pflegekräfte hat die Krankheit offenbar überwunden. US-Medien zitierten eine entsprechende Erklärung der Familie von Amber Vinson. Demnach hat die 29-Jährige das Virus nicht mehr, muss aber zur weiteren Behandlung noch einige Zeit im Krankenhaus bleiben.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP/rts

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