Panorama

"Ein Traumtor nach dem anderen" Erdogan spielt Fußball

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Jubeln geht schon ganz professionell: Erdogan auf dem Platz.

(Foto: dpa)

Bundespräsident Gauck und Kanzlerin Merkel jubeln beim WM-Finale, der türkische Premier Erdogan spielt selbst Fußball. Und er trifft am laufenden Band. Aber einem möglichen künftigen Staatschef grätscht man eben nicht so einfach weg.

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Der Ball zappelt im Netz, Erdogan dreht ab.

(Foto: dpa)

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat sich bei einem lockeren Prominenten-Kick in Istanbul ein Erfolgserlebnis verschafft. Bei dem Freundschaftsspiel zur Eröffnung eines neuen Stadions in Istanbul erzielte der 60-Jährige innerhalb von nur 15 Minuten einen Hattrick. Edogan ließ sich beim Stand von 0:3 seiner Mannschaft einwechseln und traf gleich mit einem seiner ersten Ballkontakte ins gegnerische Tor.

Dem Rechtsschuss folgte kurz darauf ein gefühlvoller Lupfer mit dem linken Fuß. Wenige Minuten später tauchte Erdogan wieder alleine vor dem Tor auf und konnte zum Ausgleich einschieben. Wie bei seinen beiden ersten Treffern wurde er allerdings von den Verteidigern kaum behelligt. Nach 15 Minuten ließ sich Erdogan auswechseln und verfolgte von der Bank aus den lockeren Sieg seiner Mitspieler, unter ihnen Istanbuls Bürgermeister Kadir Topbas und Basketball-Star Hidayet Turkoglu.

"Einzigartigen Erfahrung"

Mit von der Partie war auch Erdogans Sohn Bilal, der im vergangenen Jahr wegen einer Korruptionsaffäre in die Schlagzeilen geriet, in die auch zahlreiche Politiker und Geschäftsleute aus dem Umfeld Erdogans verwickelt waren.

Der Ministerpräsident lief mit der Rückennummer zwölf auf, ein dezenter Hinweis auf die bevorstehende Präsidentschaftswahl im August, bei der er zum zwölften Staatschef der modernen Türkei gewählt werden könnte. Das Freundschaftsspiel wurde live im türkischen Staatsfernsehen übertragen.

Torhüter Ufuk Ceylan war ganz angetan von seinem prominenten Mitspieler. "Unser Ministerpräsident schoss ein Traumtor nach dem anderen", sagte der Schlussmann und schwärmte von der "einzigartigen Erfahrung". Auch die Fans im Stadion und der TV-Kommentator feierten Erdogans Auftritt. Der Verein Istanbul Basaksehir tritt in der kommenden Saison in der ersten türkischen Liga an. Das neue Stadion wird nach dem Nationaltrainer Fatih Terim benannt.

Quelle: ntv.de, mli/AFP