Panorama

Bluttat im Krankenhaus Ex-Patient ersticht Ärztin

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Tatort Krankenhaus: Hier wurde eine Ärztin von einem ehemaligen Patienten umgebracht.

(Foto: dpa)

Ein früherer Patient stürmt in die Notaufnahme und sticht eine Ärztin nieder. Die 47-Jährige stirbt, der 65 Jahre alte Mann wird festgenommen. Kein Mensch weiß, warum der Ex-Patient die Frau umbrachte.

Eine mörderische Tat erschüttert das Klinikum im oberbayerischen Weilheim. Ein Ex-Patient erstach eine Ärztin des Hauses. Der mutmaßliche Täter war am Morgen in die Notfallaufnahme gekommen und hatte gezielt auf sein Opfer eingestochen. Die 47-Jährige starb wenig später. Das Motiv des 65-Jährigen, der früher von der Ärztin untersucht worden war, blieb zunächst im Dunkeln. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei spielte sich die Tat folgendermaßen ab: Gegen 8.45 Uhr kommt der Mann in die Notfallaufnahme des im Stadtzentrum gelegenen Klinikums. Er geht gezielt auf die Medizinerin zu, die dort Dienst hat. Sofort zieht er ein mitgebrachtes Messer mit 15 Zentimeter langer Klinge und sticht wie wild auf sein Opfer ein.

Die 47-Jährige erleidet schwerste Stichverletzungen im Bauch und bricht blutüberströmt zusammen. Ein Krankenhausmitarbeiter geht dazwischen. Der 65-Jährige lässt sich bis zum Eintreffen der Polizei widerstandslos festhalten. Sofort wird die Ärztin, nun selbst zur Notfallpatientin geworden, in der Klinik operiert. Die Kollegen können ihr aber nicht mehr helfen, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim mitteilte. Noch auf dem OP-Tisch erliegt die Frau ihren schweren Verletzungen.

Das Motiv für den Mord erscheint den ganzen Tag über rätselhaft. Allerdings steht fest, dass sich Opfer und Täter kannten. "Der Mann wurde früher von der Ärztin behandelt", sagte die Münchner Oberstaatsanwältin Andrea Titz. Er war nach Polizeiangaben erst vor wenigen Tagen unter Beteiligung der Ärztin untersucht worden. Titz ließ offen, ob es Streit über den Behandlungsverlauf gab. Am Tag des Verbrechens war der 65-Jährige jedenfalls nicht Patient im Klinikum, sondern kam von außerhalb.

Der mutmaßliche Täter wurde stundenlang vernommen. Von seinen Angaben erhofften sich die Ermittler Hinweise auf das Motiv. Zu den näheren Personalien von Opfer und mutmaßlichem Täter äußerte sich die Ermittlungsbehörde nicht.

Quelle: ntv.de, Paul Winterer, dpa

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