Panorama

"Kein Dummerjungenstreich mehr" Flugzeugpiloten mit Laserpointer geblendet

RTSGJHA.jpg

Immer wieder werden Piloten von Lasern geblendet - über ein Verbot von Laserpointern wird bereits diskutiert.

(Foto: REUTERS)

Ein Unbekannter hat die Piloten eines Passagierflugzeugs über Wolfsburg mit einem Laserpointer geblendet und damit mehr als 150 Menschen an Bord gefährdet. Die Besatzung habe den Jet der Fluggesellschaft Condor zwar wie geplant sicher in Hannover gelandet, teilte die Polizei in Wolfsburg mit. Die Piloten hätten sich allerdings sofort in ärztliche Behandlung begeben müssen, um mögliche Augenverletzungen auszuschließen.

"Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Piloten so schwer verletzt worden wären, dass sie den Flug nicht sicher zur Landung gebracht hätten", erklärten die Beamten. Es handle sich bei dem Vorfall, der sich schon vor eineinhalb Wochen am 17. Juli ereignet hatte, "nicht mehr um einen Dummejungenstreich, sondern um einen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr". Der Täter habe das Leben von 159 Menschen "leichtfertig riskiert".

Betroffen war der Flug DE 1693 der Gesellschaft Condor vom griechischen Heraklion nach Hannover. Über Wolfsburg wurden die Piloten des Airbus A320 gegen 23.30 Uhr vom Boden aus mit einem grünen Laserpointer geblendet, was sie sofort der Flugsicherung meldeten. Diese grenzte den Standort des Täters auf das westliche Stadtgebiet ein. Die Beamten baten etwaige Zeugen, sich bei ihnen zu melden.

Quelle: n-tv.de, jgu/AFP

Mehr zum Thema