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Mails auf Kinderpornos gescannt Google lässt Pädophilen auffliegen


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Googles heiße Spur wurde für die Polizei zum Volltreffer: Der Texaner besaß tatsächlich kinderpornografisches Material.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

E-Mail-Anbieter müssen laut US-Gesetz jeden Verdacht auf Kinderpornografie melden. Genau das macht Google und bringt die Behörden auf die Fährte eines verdächtigen Texaners.

Der US-Internetkonzern Google hat die Durchsuchung von E-Mails seiner Kunden auf Kinderpornografie verteidigt. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, Google nutze die entsprechende Technik nur, um in E-Mails seines Dienstes Gmail nach Bildern zu suchen, die Kindesmissbrauch zeigen. Nach Hinweisen auf andere Verbrechen - der Sprecher nannte als Beispiel die Verabredung zu einem Einbruch - suche Google nicht. In den USA sind E-Mail-Anbieter verpflichtet, einen Verdacht auf Kinderpornografie den Behörden zu melden, wie das Zentrum für vermisste und missbrauchte Kinder (NCMEC) betonte.

" Leider müssen sich alle Internetunternehmen mit Kinderpornografie beschäftigen", sagte der Google-Sprecher. Darum entferne das Unternehmen illegale Bilder aus seinen Diensten wie Gmail oder der Suchmaschine und melde die Funde dem NCMEC. Das Zentrum am Rande Washingtons hat die sogenannte CyberTipline eingerichtet, über die Internetunternehmen einen Verdacht auf Kindesmissbrauch direkt der zuständigen Polizeidienststelle melden können.

Am 31. Juli war so ein 41-jähriger Angestellter eines Restaurants im texanischen Houston festgenommen worden. David Nettles von der Polizei Houston, zuständig für den Kampf gegen Kindesmissbrauch, sagte dem Lokalsender KHOU, ohne die Hilfe Googles wäre der Mann nicht entdeckt worden. "Ich kann diese Daten nicht sehen - aber Google kann es." Kritiker in den USA äußerten dagegen Bedenken über die technische Möglichkeit der Internetkonzerne, persönliche Daten ihrer Nutzer auszuspionieren.

Google nutzt Microsoft-Technik

Der Sprecher erklärte zwar nicht, wie Google die Bilder als Kinderpornografie enttarnte, das Unternehmen setzt aber schon seit 2008 eine von Microsoft zur Verfügung gestellte Technik ein, bei der Ermittlern bekannte Fotos mit einem Hashwert gekennzeichnet werden, der auch nach einer Bearbeitung des Bildes erhalten bleibt. Die sogenannte PhotoDNA wird auch von Twitter und Facebook eingesetzt, um die Verbreitung von Kinderpornografie zu unterbinden und gegebenenfalls auch Straftäter dingfest zu machen. Bereits im vergangenen November nahm das FBI in den USA einen Mann fest, nachdem Google zwei gehashte Fotos in seinem Bilderdienst Picasa gefunden hatte.

Der jetzt festgenommene 41-Jährige ist nach Angaben des Senders KHOU als Sexualstraftäter registriert und war vor 20 Jahren wegen sexuellen Missbrauchs eines achtjährigen Jungen verurteilt worden. In seiner Wohnung seien auf seinem Smartphone und seinem Tablet kinderpornografische Fotos sowie Fotos von Kindern gefunden worden, die das Restaurant besuchten, in dem der Mann als Koch arbeitete. Laut KHOU wurde er wegen Besitzes und Weiterverbreitung von Kinderpornografie angeklagt.

Quelle: n-tv.de, jve/kwe/AFP

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