Panorama

Auf dem Weg Richtung New York Gretas Segeljacht ändert Kurs

Von Plymouth aus segelt Aktivistin Greta Thunberg mit der Jacht "Malizia" nach New York. Zwei Wochen soll die Reise zum UN-Klimagipfel dauern. Doch schon kurz nach dem Start weicht das Schiff von der idealen Route ab.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat ihre erste Nacht auf dem Atlantik überstanden. Die Hochseejacht "Malizia" hatte bis zum Mittag rund 200 Seemeilen geschafft, wie die Live-Ortung des Spezialbootes zeigte. Allerdings schlägt das Schiff derzeit einen südlicheren Kurs ein, als gedacht. Grund könnten starke Winde vor der irischen Küste sein. Innerhalb von etwa zwei Wochen soll die Rennjacht New York erreichen.

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Thunberg war am Mittwoch mit der "Malizia" zu ihrem angekündigten Transatlantik-Törn aufgebrochen. Aufgrund der Wetterlage musste der Start kurzfristig um zwei Stunden nach hinten verschoben werden. Gemeinsam mit den beiden Profiseglern Boris Herrmann und Pierre Casiraghi, sowie ihrem Vater Svante und einem Filmemacher war die 16-Jährige am Nachmittag im südenglischen Plymouth in See gestochen.

"Wir sind auf unserem Weg", schrieb sie unmittelbar nach der Abfahrt auf Twitter. Dazu postete sie ein Foto von sich an Bord, auf dem sie lächelt. Hinter ihr waren einige dunkle Wolken zu sehen. Am frühen Morgen veröffentlichte Boris Herrmann mehrere Bilder der ersten Nacht auf Twitter. Darauf ist unter anderem zu sehen, wie ein Delfinschwarm die Jacht begleitet.

Bis nach New York sind es 3500 Seemeilen

Über den Atlantik reist die Aktivistin, um unter anderem am UN-Klimagipfel in New York im September sowie an der alljährlichen Weltklimakonferenz in Chile im Dezember teilzunehmen. Auch eine Reihe größerer Klimaproteste sowie Treffen mit Betroffenen der Klimakrise, Aktivisten und Entscheidungsträgern stehen für die Schwedin in den kommenden Wochen und Monaten an.

Thunberg geht es darum, den weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen rapide zu senken, damit der Anstieg der globalen Erdtemperatur im Idealfall noch auf unter 1,5 Grad Celsius begrenzt werden kann. Bis heute hat sich die Temperatur bereits um knapp 1 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erhöht. Die Welt müsse auf die Erkenntnisse der Forschung hören und im Kampf gegen die Klimakrise handeln, fordert Thunberg.

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"Das Fenster, um den globalen Temperaturanstieg unterhalb von 1,5 oder 2 Grad Celsius zu halten, schließt sich sehr schnell. Deshalb unternehme ich diese Reise", wurde Thunberg nach der Abreise in einer Mitteilung zitiert. Segelprofi Herrmann erklärte demnach: "Die Reise symbolisiert zwei Dinge: Dass es nicht einfach ist, fossile Brennstoffe zu ersetzen und dass das Meistern dieser Herausforderung ein großartiges Abenteuer sein kann." Seinen Angaben zufolge wird die Reise rund 3500 Seemeilen lang sein - bis nach New York ist es also noch ein sehr weiter Weg.

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Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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