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Mal wieder "Stress ohne Grund" Gysi klagt doch nicht gegen Bushido

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Gregor Gysi hat sein Mandant niedergelegt - die Gründe bleiben offen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Linke-Fraktionschef Gregor Gysi zieht nicht mehr als Anwalt gegen den umstrittenen Rap-Musiker Bushido vor Gericht. Der 65-Jährige hatte einen Häftling vertreten, der Bushido wegen dessen Liedes "Stress ohne Grund" angezeigt hatte. Der Mann fühlte sich wegen schwulenfeindlicher Passagen beleidigt. Ein Sprecher der Linksfraktion bestätigte einen Bericht des "Tagesspiegels", wonach Gysi das Mandat abgegeben hat. Gründe wurden nicht genannt.

Laut Zeitung wird die Klage vom Gericht nicht zugelassen, weil der Häftling nicht direkt vom Text des Liedes betroffen ist. Inhaltlich machte Gysi aber keinen Rückzieher. Im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er am Sonntag: "Ich mache weiter Politik auch für Minderheiten, er macht wohl leider weiter gegen sie Musik. Warum eigentlich? Hat er das nötig? @Bushido78."

Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte Bushido im vergangenen Jahr wegen des Liedes Volksverhetzung, Gewaltdarstellung und Beleidigung vorgeworfen. Das Amtsgericht ließ diese Anklage nicht zu.

Quelle: n-tv.de, afr/dpa

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