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Unglück am Mount Everest Lawine reißt Sherpas in den Tod

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Das "Dach der Welt" birgt tödliche Gefahren.

(Foto: AP)

Beim Präparieren einer Route am Mount Everest erfasst eine Lawine mehrere einheimische Träger und verschüttet sie. Einige Sherpas können tot geborgen werden, andere werden noch vermisst. Kurz vor dem Saisonstart steigt damit die Zahl der Everest-Opfer.

Eine Lawine am Mount Everest hat mehrere Menschen in den Tod gerissen. Die genaue Opferzahl ist bislang unbekannt. In einigen Quellen ist bereits von zwölf Toten und sieben Verletzten die Rede. Bei allen Opfern handele es sich jedoch mutmaßlich um einheimische Träger, die vor dem Start der Klettersaison unterhalb des Gipfels arbeiteten, teilten die nepalesischen Behörden mit.

Ein Vertreter der Rettungskräfte im Basislager am höchsten Berg der Welt sagte, er habe bislang elf Leichen gesehen. Es sei aber angekündigt worden, dass drei weitere Leichen ins Basislager gebracht würden. Es handelt sich um den schlimmsten Unfall in der Bergsteigergeschichte am Mount Everest.

Die Lawine löste sich nach Angaben des nepalesischen Bergsteigerverbandes gegen 06.45 Uhr auf einer Höhe von 5800 Metern im sogenannten Popcorn-Feld, das auf der Route zum tückischen Khumbu-Eisfall liegt. Viele andere Kletterer seien von den Schneemassen verletzt worden, es gebe aber noch keine genaue Zahl.

14 Kletterer in Lawinenzone

Ein Sprecher des Tourismusministeriums sagte, bei allen Opfern handele es sich um Sherpas, die eine Route zum Gipfel präpariert hätten. "Bis jetzt wissen wir, dass 14 Kletterer Ausrüstung und Gepäck in die Unglücksgegend brachten. Wie viele von ihnen genau betroffen waren, ist noch unklar." Nach dem Lawinenabgang seien mehrere Helikopter zur Unfallstelle zwischen Camp 1 und Camp 2 geschickt worden. Auch Sherpas seien aufgestiegen, um am Berg nach Überlebenden zu suchen.

Der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt. Jährlich versuchen hunderte Bergsteiger den strapaziösen Aufstieg zum "Dach der Welt". Mehr als 300 Alpinisten kamen dabei bislang ums Leben. Den großen Andrang am Mount Everest betrachten viele inzwischen mit Sorge. Im vergangenen Sommer lieferten sich europäische Bergsteiger und einheimische Träger eine Schlägerei, bei der mehrere Menschen verletzt wurden.

Quelle: n-tv.de, lsc/AFP/dpa

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