Panorama

Saugnapf für Saugnapf Mann klettert Trump-Tower-Fassade hoch

Seit Monaten zieht der nach Donald Trump benannte Wolkenkratzer in Manhattan dessen Fans und Gegner gleichermaßen magisch an. Nun wagt sich ein junger Mann mit Saugnäpfen die Außenfassade hinauf. Er kommt bis zum 21. Stock.

Mithilfe spezieller Saugnäpfe ist ein Mann an der Fassade des Wolkenkratzers von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hochgeklettert. Der ungesicherte Kletterer schaffte es von einer Terrasse aus bis zum 21. Stockwerk des Trump Towers, wo ihn die Notfalleinheit der New Yorker Polizei nach fast drei Stunden schließlich fasste. Medienberichten zufolge handelt es sich um einen 20-Jährigen aus Virginia. Der Trump Tower hat 58 Stockwerke.

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Im Internet kursierte ein am Vortag hochgeladenes Video, in dem ein junger Mann erklärt, auf das Gebäude an der 5th Avenue in Manhattan klettern zu wollen. Er bittet den Immobilienunternehmer darin um eine "private Audienz, um eine wichtige Angelegenheit zu besprechen". Er habe diesen Weg nur gewählt, um Trumps Aufmerksamkeit zu bekommen. Dann ruft er dazu auf, Trump zum Präsidenten zu wählen.

Ob es sich tatsächlich um den Kletterer handelt, blieb zunächst unklar. Videos von US-Medien und Augenzeugen zeigten, wie die Polizei vom Inneren des Gebäudes aus in zwei verschiedenen Stockwerken ein Loch durch die Fassade schlug, um den Mann zu fassen. Auch die außen an einer Seilwinde hängende Vorrichtung zum Fensterputzen wurde mehrfach heruntergelassen.

"Wenn Herr Trump hier wäre ..."

Schaulustige beobachteten, wie der Kletterer sich sehr langsam nach oben fortbewegte und mehrfach seitwärts auswich. Retter breiteten zwei große Luftkissen aus, um den Mann im Fall eines Sturzes vor schweren Verletzungen oder dem Tod zu bewahren. Nach mehreren Dialogen mit Polizisten an offenen Fenster näherte er sich ihnen schließlich, woraufhin sie ins Gebäude zogen und Medienberichten zufolge ins Krankenhaus bringen ließen.

Einem Bericht des "Daily Beast" zufolge wiederholte er bei seiner Festnahme einige der Gedanken, die im Youtube-Video genannt werden. "Dieser Mann hat einen absurden und gefährlichen Stunt dargeboten", sagte Michael Cohen, Vizepräsident der Trump-Organisation, laut einem Bericht des TV-Senders ABC. Das Gebäude sei beschädigt worden, und die Rettungskräfte seien unnötigerweise angerückt. "Wenn Herr Trump hier wäre, würde er den Strafverfolgern für ihre Arbeit danken."

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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