Panorama

Insgesamt weniger Todesfälle Mehr Krebstote in Deutschland

2010 sind mehr Menschen in Deutschland an Krebs gestorben als im Jahr davor. Die meisten Deutschen sterben aber noch immer an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Zahl der Krebstoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2009 gestiegen. Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind hingegen zurückgegangen. Diese Krankheiten sind nach wie vor die häufigste Todesursache. Grund für diese Entwicklung könnte der Rückgang der Bevölkerung sein, sagte eine Sprecherin des Statistischen Bundesamtes.

Insgesamt starben 2010 in Deutschland etwa 850.000 Menschen. Ein Viertel von ihnen war an Krebs gestorben. Das ist ein Anstieg um 3000 Personen. Bei den Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind hingegen 4000 Menschen weniger daran gestorben. Trotzdem sterben mit etwa 40 Prozent immer noch die meisten in dieser Kategorie. Es trifft hauptsächlich ältere Menschen.

92 Prozent der Herz-Kreislauf-Toten waren über 65 Jahre alt. Männer sterben eindeutig häufiger an einem Herzinfarkt als Frauen. Bei dem Krebsarten erkranken Männer häufiger an bösartigen Neubildungen der Verdauungs- oder der Atmungsorgane. Bei den Frauen waren am häufigsten Verdauungsorgane und Brust befallen.

Nicht natürliche Todesursachen

Etwa vier Prozent Prozent aller Todesfälle waren auf eine nicht natürliche Todesursache zurückzuführen. Mehr als 10.000 Menschen aus dieser Gruppe nahmen sich das Leben. Dabei war der Anteil der Männer mit 74 Prozent fast dreimal so hoch wie der der Frauen. Vergiftung und Verletzung zählen ebenfalls zu diesen Todesarten.

Insgesamt waren 0,5 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr gestorben. 2009 hatte das Plus noch 1,2 Prozent betragen. Einen Grund für die Abschwächung konnte die Destatis-Sprecherin nicht nennen. Änderungen bei diesen Zahlen seien aber nicht ungewöhnlich.

Quelle: ntv.de, dpa

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