Panorama
Eine durch eine Absperrung gesicherte Straße in Pompeji, an dem ein Schild mit der Aufschrift "Zutritt verboten" geschrieben ist
Eine durch eine Absperrung gesicherte Straße in Pompeji, an dem ein Schild mit der Aufschrift "Zutritt verboten" geschrieben ist(Foto: picture alliance / dpa)
Samstag, 08. September 2012

Bedenkliche Zustände in Pompeji: Mysterienvilla bricht weg

In der weltbekannten italienischen Ausgrabungsstätte Pompeji bei Neapel ist ein hölzerner Deckenbalken in einer der römischen Villen weggebrochen. Der rund vier Meter lange Balken sei in der Nacht im sogenannten Peristyl der Villa dei Misteri - der Mysterienvilla - herabgefallen, teilten die Behörden mit. Die Räume seien für den Publikumsverkehr gesperrt worden.

Die Villenanlage stammt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus und gehört mit ihren Fresken zu den bedeutendsten Kulturschätzen aus dieser Epoche. Ein kompletter Zusammenbruch des Säulenganges drohe nicht, hieß es weiter. In den vergangenen Jahren waren immer wieder Pfeiler der Villen von Pompeji umgekippt oder Bruchstücke von den Wänden geplatzt.

Katastrophaler Zustand

Pompeji gehört zum Welterbe der Unesco. Die UN-Organisation und Italien hatten sich Ende 2011 auf ein neues Restaurierungsabkommen geeinigt. Im Juli hatte der "Corriere della Sera" aber berichtet, dass der Zustand der Ausgrabungsstätte weiter katastrophal sei - trotz einer Zahlung von 105 Millionen Euro europäischer und italienischer Fördermittel. Viele der antiken Häuser seien aus Sicherheitsgründen nicht zugänglich, lateinische Inschriften wie das bekannte "Cave canem" (Achtung vor dem Hund) verblassten.

Die Stätte in Süditalien ist kulturell von großer Bedeutung und zieht Millionen von Touristen an. Pompeji war bei einem Ausbruch des Vulkans Vesuv im Jahr 79 verschüttet worden. Tausende Menschen wurden getötet, die Stadt unter einer meterhohen Ascheschicht begraben - und so für Jahrhunderte konserviert.

Quelle: n-tv.de