Panorama

Der kleine Dschihad Name gefährdet Kindeswohl

Der arabische Name "Dschihad" (Heiliger Krieg), den ein Islamist in Berlin seinem Sohn gegeben hat, ist nach den Worten von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) in Deutschland nicht zulässig. "Der Name wird hier zu Lande automatisch mit dem islamistischen Terror in Verbindung gebracht; damit gefährdet er das Wohl des Kindes", sagte Körting am Mittwoch. Er kritisierte damit eine Entscheidung des Berliner Landgerichts.

Dort hatte der im Stadtteil Charlottenburg lebende 47-jährige Deutsch-Ägypter durchgesetzt, dass er sein Kind Dschihad nennen darf. Ein Standesamt hatte den Namen zuvor abgelehnt. Die Innenverwaltung hat nach Körtings Angaben beim Kammergericht Beschwerde gegen die Entscheidung des Landgerichts eingelegt.

Der entscheidende Gesichtspunkt bei der Wahl eines Namens sei nach deutschem Recht das Wohl des Kindes. Dschihad sei zwar ein geläufiger arabischer Vorname. Da die Familie in Deutschland lebe, müsse aber berücksichtigt werden, wie der Begriff hier verstanden werde, so Körting. Zudem habe der Name auch eine kriegerische Bedeutung. So stehe zum Beispiel die radikale Gruppe Islamischer Dschihad auf der Terrorliste der Europäischen Union. In der "Berliner Zeitung" hatte Körting dem Landgericht vorgeworfen, "in erschreckender Naivität" den Sinn des Namens Dschihad zu verkennen.

Quelle: n-tv.de