Panorama

Wellenreiten in Kim Jong Uns Reich Nordkorea soll zum Surfer-Paradies werden

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Die Ostküste Nordkoreas besticht durch unberührte Natur, wie hier in Wonsan.

(Foto: imago/Bluegreen Pictures)

Hawaii, Australien, Nordkorea? Das abgeschottete Land zählt bislang nicht zu den Traumzielen für Wellenreiter. Das könnte sich ändern: Eine internationale Expedition schickt sich an, eine Surf-Kultur zu etablieren. Die Bedingungen seien ideal, heißt es.

Wunderschöne Sandstrände, unberührte Natur und meterhohe Wellen - wo gibt es so etwas noch? Richtig, in Nordkorea. Für einen italienischen Surf-Lehrer sowie ein amerikanisches Reiseunternehmen steht deshalb außer Frage, dass Nordkoreas Küsten das Potenzial zu einem neuen Surfer-Paradies haben.

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Nordkoreas Diktator Kim Jong Un weiß schon lange um die Qualität der heimischen Strände.

(Foto: REUTERS)

Wie der britische "Guardian" berichtet, planen Nik Zanella und die Reisefirma "Uri Tours" im September ein Surf-Camp, an dem sowohl Nordkoreaner als auch internationale Touristen teilnehmen sollen. Die nordkoreanische Regierung hat die Expedition bereits genehmigt, schließlich ist man schon seit einiger Zeit bemüht, mehr Touristen in das isolierte Land zu locken.

Die Idee zu dem Projekt sei bereits vor einem Jahr entstanden, so Zanella, der derzeit das chinesische Surfer-Team trainiert. Der Italiener schwärmt von den optimalen Bedingungen für Wellenreiter an der koreanischen Ostküste. "Die Volksrepublik Korea wird zwar nicht das neue Malibu werden. Aber es gibt dort genug Wellen für eine große Surfer-Gemeinde." Berichte über Armut und Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea erwähnt Zanella nicht.

Ziel sei es, nicht nur einmalig im September an Nordkoreas Ostküste zu surfen, sondern dauerhafte Surf-Standorte zu etablieren. Die Wetter- und Surfbedingungen in dem von Kim Jong Un regierten Land hat Zanella nach eigenen Angaben bereits studiert. Nun soll ein Reiseführer erstellt werden - mit den besten Surf-Standorten, allgemeinen Tipps und Gefahrenwarnungen.

Etablierung einer Surfkultur

Durchgeführt wird die Expedition von "Uri Tours", einem Tourismusunternehmen aus New Jersey, das sich auf Reisen nach Nordkorea spezialisiert hat. Chefin Andrea Lee hofft, mit dem Projekt eine Surf-Kultur in Nordkorea zu etablieren, und dass sich das Land für den internationalen Tourismus weiter öffnet.

Noch besteht die Möglichkeit, sich einen der Plätze als einer der ersten Surfer auf nordkoreanischen Wellen zu sichern, wie der Internetseite von "Uri Tours" zu entnehmen ist. Zwischen 2400 und 3200 US-Dollar (etwa 2175 und 2900 Euro) kostet das achttägige Abenteuer, das am 13. September losgehen soll - Ausflug in die Hauptstadt Pjöngjang inklusive. Bei Wassertemperaturen von 18 bis 22 Gard Celsius soll dann an den Stränden von Sijung und Hamhung Surf-Geschichte geschrieben werden - vorausgesetzt, man bringt sein eigenes Surfbrett mit.

Quelle: ntv.de, cri