Panorama

Keiner raus, keiner rein Nordkorea will Grenzen komplett schließen

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Kim Jong Un hat Ebola im Blick.

(Foto: imago/Xinhua)

In Nordkoreas politischer Führung herrscht offenbar Angst vor Ebola. Das kommunistische Land schließe seine Grenzen für Touristen, teilt eine Agentur mit. Südkoreanische Medien berichten, das Nachbarland habe seine Quarantänemaßnahmen verschärft.

Zum Schutz gegen Ebola will das weithin isolierte Nordkorea nach Angaben einer Reiseagentur seine Grenzen für ausländischen Touristen vorerst schließen. Von den Partnern in Nordkorea habe man erfahren, dass von diesem Freitag an vorübergehend keine Touristen mehr, "egal wo sie gerade waren", einreisen könnten, teilte die in China angesiedelte Agentur Young Pioneer Tours auf ihrer Website mit. Von Nordkorea gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Bisher ist nichts von einem eingeschleppten Ebola-Fall in dem Land bekanntgeworden. Die Maßnahme werde in Überstimmung mit den Bemühungen ergriffen, einen Ebola-Ausbruch im Land zu verhindern, hieß es. Die Agentur beschreibt sich als Anbieter billiger Touren nach Nordkorea. Nordkoreas Staatsfernsehen berichtete laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap, das Land habe die "Quarantänemaßnahmen" an Häfen, Flughäfen und in der Grenzregion verschärft.

Nordkoreaner, die aus Westafrika oder anderen Ländern zurückkehrten, in denen das Ebola-Virus vorkomme, müssten sorgfältig untersucht werden, wurde ein Beamter des Gesundheitsministeriums zitiert. Das gleich gelte auch für "ausländische Besucher". Nordkorea hatte 2003 aus Furcht vor der Einschleppung des Sars-Virus seine Grenzen dichtgemacht.

Quelle: ntv.de, rpe/dpa