Panorama

Milliardenschaden durch Müll Plastik aus dem Meer landet auf dem Teller

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Ein Traumstrand sieht anders aus: Plastikmüll an der Küste Senegals.

(Foto: dpa)

Es ist eines der heikelsten Umweltprobleme: Plastikmüll in den Ozeanen. Er zersetzt sich nur sehr langsam und richtet einen Milliardenschaden an. Experten zeigen nun, dass auch der Mensch gefährdet ist.

Plastikmüll in den Weltmeeren verursacht einen Schaden von mindestens 13 Milliarden Dollar (9,6 Milliarden Euro) pro Jahr. Der Abfall bedroht die Meerestiere, den Tourismus und die Fischerei, teilt das UN-Umweltprogramm Unep mit. Die wichtigste Botschaft zur Vermeidung von Plastikmüll laute laut Unep-Chef Achim Steiner "reduzieren und recyceln".

Die Experten warnen davor, dass die Kunststoffe für Tiere wie Schildkröten zu giftigem Futter würden. Andere Meeresbewohner wie Delfine und Wale verhedderten sich im Plastikmüll. Auch Korallenriffe würden durch den Abfall schwer beschädigt. Zudem hätten sich kleinste Plastikteilchen im Polareis festgesetzt. Wirtschaftliche Schäden entstünden durch verschmutze Strände und beschädigte Fischereiausrüstung.

Ein Großteil des Plastiks wird von den Meeresströmungen zu großen Müllbergen zusammengeschoben. Sorge bereiten den Experten aber auch kleinste Plastikteilchen, die von den Meeresbewohnern aufgenommen werden. "Die verunreinigten Partikel werden durch die Strömungen über große Entfernungen transportiert und landen schließlich als chemische Bestandteile in unserem Essen", sagte Steiner.

Die Mikropartikel entstehen einerseits durch die Auflösung des Plastiks in den Meeren. Sie sind aber auch in Produkten wie Zahnpasta, Duschgel oder Reinigungscremes enthalten und gelangen über das Abwasser in die Ozeane. Unternehmen sollten ähnlich wie bei CO2-Ausstoß auch beim Plastik auf ihren ökologischen "Fußabdruck" achten, fordern Umweltschützer.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP

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