Panorama

Kino-Massaker in Aurora Polizei wusste von Gefahr

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Holmes droht die Hinrichtung.

(Foto: dpa)

Juli 2012, "Batman"-Filmpremiere im US-Bundesstaat Colorado: James Holmes dringt schwer bewaffnet in die Vorstellung ein und schießt um sich. Er tötet zwölf Zuschauer, 58 Menschen werden verletzt. Nun wird bekannt, dass die Polizei schon einen Monat vor dem Amoklauf einen Hinweis auf Holmes' Gefährlichkeit erhalten haben soll.

Die Polizei ist vor dem Massaker in einem Kino in Aurora im US-Bundesstaat Colorado mit zwölf Toten laut Medienberichten vor der Gefährlichkeit des Angeklagten gewarnt worden. Eine Psychiaterin der Universität von Colorado habe die Behörden einen Monat vor dem Blutbad im Juli 2012 davon unterrichtet, dass ihr Patient James Holmes selbstmordgefährdet und zudem eine Gefahr für die Allgemeinheit sei. Das berichtete die Zeitung "USA Today" unter Verweis auf Gerichtsunterlagen. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

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Zwölf Menschen starben bei dem Massaker.

(Foto: REUTERS)

Dem heute 25-jährigen Ex-Studenten droht die Hinrichtung durch die Giftspritze. Anfang der Woche hatte die Staatsanwaltschaft angekündigt, dass sie die Todesstrafe beantragen wolle.

Holmes war am 20. Juli 2012 schwer bewaffnet in eine nächtliche "Batman"-Filmpremiere in Aurora eingedrungen und hatte wild um sich geschossen. Zwölf zumeist junge Zuschauer starben, 58 weitere wurden schwer verletzt. Unmittelbar danach wurde Holmes festgenommen.

Schuldfähigkeit nicht geklärt

Das Hauptverfahren soll am 3. Februar nächsten Jahres beginnen - wesentlich später als zuvor geplant. Die Verteidigung hatte bereits signalisiert, dass sie auf Unzurechnungsfähigkeit ihres Mandaten plädieren will. Der Prozess soll mehrere Monate dauern.

Schon jetzt steht fest, dass die Frage nach der Schuldfähigkeit des Angeklagten im Zentrum stehen dürfte. Die Verteidigung verweist darauf, dass Holmes bereits vor der Tat in psychiatrischer Behandlung gewesen sei.

Die Todesstrafe ist in Colorado eine große Seltenheit. Seit 1976 wurde lediglich ein einziger Verurteilter tatsächlich hingerichtet. Laut Gesetz sollen Verurteilte dort durch die Giftspritze sterben.

Quelle: n-tv.de, dpa

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