Panorama

Nach Vierfachmord in Frankreich Radfahrer in Stille beigesetzt

Der Mann, der zufällig zum Opfer der Bluttat in den Alpen wird, wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit beigesetzt. Er war 45 Jahre alt und dreifacher Familienvater. Der Mordanschlag galt aller Wahrscheinlichkeit nach einer irakischstämmigen britischen Familie. Der getötete Radfahrer hatte mit alldem nichts zu tun.

Annecy.jpg

In der Nähe des Anschlagsortes in Annecy.

(Foto: REUTERS)

Der bei dem rätselhaften Vierfachmord in Ostfrankreich erschossene französische Fahrradfahrer ist in seiner Heimatgemeinde beigesetzt worden. Die Trauerfeier habe am Sonntagabend in kleinem Kreis unter Ausschluss der Öffentlichkeit in dem Alpenstädtchen Ugine stattgefunden, teilte das Bestattungsunternehmen später mit. Der 45 Jahre alte dreifache Familienvater war am 5. September auf einem Waldparkplatz nahe der ostfranzösischen Ortschaft Chevaline mit zwei Schüssen in den Kopf ermordet worden.

Der Mann, der nach der Geburt seines dritten Kindes im Juni im Vaterschaftsurlaub war, wurde offenbar nur zufällig zum Opfer der Bluttat, das aller Wahrscheinlichkeit nach der irakischstämmigen britischen Familie al-Hilli galt. Der 50-jährige Saad al-Hilli, seine Frau und deren Mutter wurden auf dem Waldparkplatz in ihrem Auto ebenfalls durch Kopfschüsse getötet. Die vierjährige Tochter der al-Hillis überlebte unverletzt, ihre siebenjährige Schwester wurde schwer verletzt. Beide Mädchen sind inzwischen wieder in Großbritannien.

Die Hintergründe der Tat sind unklar. Wichtige Hinweise erhoffen sich die Ermittler von der weiteren Befragung der siebenjährigen Tochter: Sie ist vermutlich die einzige Augenzeugin des Vierfachmordes. Den französischen Ermittlern sagte sie bereits, sie habe nur einen Täter gesehen.

Quelle: n-tv.de, AFP

Mehr zum Thema