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Übereinstimmung bei DNA-Abgleich Vergewaltigung an Camperin ist aufgeklärt

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Die geklaute Astsäge, mit der der Mann die Camper bedroht hatte, fand die Polizei in der Nähe des Tatorts.

(Foto: picture alliance / Marius Becker)

Einen Tag nach der Festnahme eines Verdächtigen in Bonn ist sich die Polizei sicher: Sie hat den Richtigen. Der Fall sei aufgeklärt, heißt es. Ein Geständnis gibt es bislang nicht - dafür aber eine aussagekräftige DNA-Analyse.

Die Vergewaltigung einer Camperin in der Bonner Siegaue vor rund einer Woche ist nach Angaben der Polizei aufgeklärt. Kriminaltechnische DNA-Untersuchen ergaben bei dem am Samstag Festgenommenen zahlreiche Übereinstimmungen, wie die Polizei in Bonn mitteilt. Der 31-Jährige, ein Flüchtling aus Ghana, der im Raum Siegburg lebt, solle noch am Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt werden. Bislang habe er die Tat nicht eingeräumt.

Der Mann soll in der Nacht zum 2. April in der Bonner Siegaue ein zeltendes Paar überfallen, es mit einer Astsäge bedroht und die 23-jährigen Frau in Anwesenheit ihres Freundes vergewaltigt haben. Er war mit einem Phantombild gesucht worden. Ein Spaziergänger hatte den mutmaßlichen Täter dann am Samstag auf offener Straße erkannt und die Polizei benachrichtigt. Die nahm die Spur auf, die Einsatzleitstelle hielt in der Zeit Kontakt zu dem Spaziergänger.

Als der Mann die Polizei sah, warf er seinen Rucksack weg, versuchte wegzurennen, wurde aber schnell gestellt. Zur weiteren Überprüfung wurde er in Polizeigewahrsam gebracht. Nach dem Zugriff sahen sich die Fahnder den weggeworfenen Rucksack genauer an.

Nach ihrer Einschätzung war es wahrscheinlich der Rucksack, der Gästen einer Grillparty in der Nähe des Tatorts gestohlen worden war, genauso wie die Astsäge. Diese Säge hatte die Polizei ganz in der Nähe des Tatorts gefunden. Auch wenn der letzte Nachweis noch ausstehe, dass die Säge auch Tatwaffe sei, spreche im Gesamtzusammenhang Vieles dafür, hatte die Polizei am Samstag gesagt.

Es war aufwendig nach dem Täter gefahndet worden. Rund 250 Hinweise aus der Bevölkerung waren eingegangen.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa/AFP