Politik

Schiffeversenken im Kaukasus Abchasien droht Georgien

Die von Georgien abtrünnige Region Abchasien verschärft den Konfrontationskurs mit der Regierung in Tiflis.

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Abchasische Soldaten demonstrieren Stärke.

(Foto: AP)

Der kremltreue abchasische Präsident Sergej Bagapsch wies die Marine an, alle georgischen Schiffe zu zerstören, welche die Hoheitsgewässer Abchasiens verletzten. "Ich habe unserer Kriegsmarine Befehl erteilt, georgische Schiffe zu zerstören, wenn sie die Seegrenzen zu Abchasien verletzen", sagte der abchasische Präsident Sergej Bagapsch nach Angaben der Agentur Interfax in Suchumi.

Bei möglichen Angriffen auf georgische Schiffe würden aber keine russischen Soldaten in Abchasien eingesetzt, betonte Bagapsch. Bagapsch warf Tiflis "Piraterie" vor und reagierte damit auf die Beschlagnahmung eines türkischen Schiffes, das auf dem Weg nach Abchasien war.

Georgien: Warenlieferungen sind Schmuggel

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Willkommener Gast: Russlands Premierminister Putin am 12. August in Suchumi.

(Foto: REUTERS)

Ein georgisches Gericht hatte am Montag einen türkischen Kapitän zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt, weil dieser mit seinem Schiff 2000 Tonnen Benzin und 700 Tonnen Diesel von der Türkei in die abchasische Hafenstadt Suchumi liefern wollte. Georgische Grenzschützer hatten den Frachter wegen Schmuggels und Verletzung georgischen Rechts beschlagnahmt. Aus georgischer Sicht sind Warenlieferungen über das Schwarze Meer an Abchasien als Schmuggel einzustufen. Georgiens Regierung verbietet nicht von ihr autorisierte wirtschaftliche Aktivitäten in den beiden abtrünnigen Region Abchasien und Süd-Ossetien.

Im Sommer 2008 hatten sich Russland und Georgien heftige Gefechte um die abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien geliefert. Der Konflikt begann mit dem Einmarsch georgischer Truppen nach Südossetien Anfang August. Beide Seiten stimmten schließlich einem von der EU vermittelten Waffenstillstand zu. Abchasien und Südossetien erklärten sich einseitig für unabhängig.

Moskau erkennt dies an, die meisten anderen Staaten betrachten die Regionen weiterhin als georgisches Gebiet.  Um eine Rückeroberung durch Tiflis zu verhindern, hatte Russland hatte nach dem Südkaukasuskrieg tausende Soldaten in Abchasien sowie in der ebenfalls abtrünnigen Region Südossetien stationiert.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP/dpa

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