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Frankreich holt Soldaten heim Afghanistan-Truppe schrumpft

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Nicolas Sarkozy will es den Amerikanern nachmachen.

(Foto: dpa)

Frankreichs Präsident Sarkozy besucht überraschend einen Truppenstützpunkt seines Landes in Afghanistan. Dabei kündigt er an, die französischen Streitkräfte am Hindukusch bis Ende kommenden Jahres um ein Viertel reduzieren zu wollen. "Man muss wissen, wie man einen Krieg beendet", sagt er.

Frankreich will bis Ende kommenden Jahres etwa 1000 Soldaten aus Afghanistan abziehen. Das kündigte Staatschef Nicolas Sarkozy während eines unangekündigten Kurzbesuchs in Afghanistan an. "Man muss wissen, wie man einen Krieg beendet", sagte Sarkozy auf der Basis der französischen Truppen in Tora in der Provinz Kabul. "Es stand nie zur Debatte, ewig Truppen in Afghanistan zu belassen." Frankreich ist derzeit mit rund 4000 Soldaten an dem NATO-Einsatz in Afghanistan beteiligt. Die meisten von ihnen sind in Surobi, in der Provinz Kapisa sowie in der Hauptstadt Kabul stationiert.

US-Präsident Barack Obama hatte im Juni bekanntgegeben, die US-Truppenstärke solle bis Ende dieses Jahres um 10.000 Soldaten verringert werden, bis zum Sommer 2012 sollten insgesamt 33.000 Soldaten heimkehren. Daraufhin hatte auch Frankreich erklärt, seine Truppen schrittweise abziehen zu wollen.

Gespräche mit Karsai und Petraeus

Sarkozy hatte sich nach seiner Ankunft in Kabul zunächst zur Basis der französischen Truppen in Tora begeben, wo ihm Truppenführer Emmanuel Maurin von der Situation der Streitkräfte berichtete. Er wollte sich danach vor den Soldaten äußern und im Rahmen seines nur wenige Stunden dauernden Besuchs später in Kabul Präsident Hamid Karsai und den ISAF-Oberbefehlshaber David Petraeus zu Gesprächen treffen. Es ist der dritte Besuch Sarkozys in Afghanistan seit seinem Amtsantritt. Er besuchte das Land bereits im Dezember 2007 sowie im August 2008.

Bei dem NATO-Einsatz am Hindukusch starben seit Beginn dieses Jahres zwölf französische Soldaten, seit Beginn des Einsatzes vor fast zehn Jahren kamen 64 französische Streitkräfte ums Leben.

Quelle: n-tv.de, AFP

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