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Attentäter töten neun Menschen Anschlag erschüttert Dschalalabad

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Am Anschlagsort in Dschalalabad räumen Helfer auf.

(Foto: AP)

In den Augen der USA herrscht in diesen Tagen eine erhöhte Gefahr von islamistischen Anschlägen. Just ein Tag nach einer entsprechenden Reisewarnung sprengt sich im afghanischen Dschalalabad ein Selbstmordattentäter in die Luft.

Bei einem Selbstmordanschlag auf das indische Konsulat in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind insgesamt zwölf Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden. Acht der Toten sind Kinder, die sich in einer nahe gelegenen Moschee aufhielten. Auch ein erwachsener Zivilist sowie die drei Attentäter seien ums Leben gekommen, wie der örtliche Polizeichef mitteilte.

Die indischen Konsulatsmitarbeiter kamen nach Regierungsangaben mit dem Schrecken davon. Mindestens eine Stunde lang nach dem Anschlag war noch Gewehrfeuer in der Umgebung zu hören. Dschalalabad ist ein Brennpunkt des Aufstands der radikal-islamischen Taliban.

Die Zahl der tödlichen Anschläge in Afghanistan hatte in jüngster Zeit wieder zugenommen. Mitte Juni übernahmen afghanische Kräfte landesweit die Sicherheitsverantwortung; bis Ende 2014 sollen die internationalen Kampftruppen Afghanistan verlassen.

Die USA hatten vor der Gefahr von Anschlägen der Extremisten-Organisation Al-Kaida und verbündeter Islamisten vor allem im Nahen Osten und in Nordafrika gewarnt. Am Sonntag sollen deswegen 21 US-Botschaften und Konsulate in den Regionen geschlossen bleiben, auch die Vertretung in der afghanischen Hauptstadt Kabul.

Quelle: n-tv.de, rts/AFP

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